Deutsche Premiummarken in Japan erfolgreich
- Gernot Goppelt
Acht von zehn nach Japan importierten Personenwagen stammen aus Deutschland, absolut sind es jedoch nur rund 250.000 Exemplare. Daran ändert auch nichts, dass Matthias Wissmann, Präsident des Verband der Automobilindustrie (VDA), die deutschen Hersteller am Rande der Tokio Motor Show als „im Premiumbereich nahezu unschlagbar“ bezeichnete.
Vier von zehn in Japan zugelassenen Fahrzeugen der Oberklasse stammen demnach von Audi, BMW oder Mercedes-Benz. Nimmt man die Fahrzeuge der oberen Mittelklasse noch hinzu, beherrschen die deutschen Hersteller sogar 60 Prozent des so genannten Premiummarkts in Japan. Aber die deutschen Produkte sind teurer. Der Wert eines japanischen Autos, das nach Deutschland kommt, beträgt im Durchschnitt 14.200 Euro, umgekehrt kostet das deutsche Durchschnittsauto in Japan 29.600 Euro. Das führt dazu, dass trotz sehr unterschiedlicher Stückzahlen die Handelsbilanz zwischen Deutschland und Japan fast ausgeglichen ist. Der Gesamtwert der deutschen Auto-Exporte nach Japan liegt zurzeit bei zwei Milliarden Euro pro Jahr.
Als Grund für die Leistungsfähigkeit der deutschen Hersteller nannte Wissmann den Wettstreit der deutschen Hersteller – der harte Wettbewerb unter den deutschen Marken mache sie fit, demgegenüber gebe es in Japan mit Lexus nur eine heimische Marke, „die es mit uns aufnimmt“. (ggo)