VDA: Ethanol in fast allen Benzinern einsetzbar

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Von
  • Gernot Goppelt

Normal- und Super-Kraftstoff werden voraussichtlich ab März 2008 10 Prozent Bio-Ethanol enthalten, also aus Pflanzen gegorenen Alkohol. Damit sollen höhere Beimischungsanteil regenerativer Kraftstoffkomponenten erreicht werden, wie es das Biokraftstoffquotengesetz vorsieht, um die CO2-Emissionen in Deutschland weiter zu senken. Schon heute dürfen in Europa 5 Volumpenprozent Ethanol beigemischt werden.

Der ADAC kritisierte bereits im vergangenen November diese Regelung, und warnte, dass besonders ältere Fahrzeuge zukünftig mit dem teuren Super Plus betankt werden müssten, weil sie den neuen Sprit nicht vertrügen. Nun äußerte sich der Verband der Automobilindustrie (VDA) und gab Entwarnung – zumindest aus seiner Sicht: Von wenigen Ausnahmen abgesehen, könnten alle Fahrzeuge deutscher Hersteller mit der neuen Kraftstoffsorte betankt werden. Nur wenige Modelle, insbesondere solche mit Direkteinspritzung erster Generation, müssten weiterhin mit den „heute üblichen“ Kraftstoffen betankt werden. Für sie stehe auch zukünftig die Sorte Super Plus mit einem Beimischungsanteil von 5 Prozent Ethanol zur Verfügung.

Laut VDA seien 1,6 Prozent aller mit Ottomotor betriebenen Fahrzeuge in Deutschland davon betroffen. Und für einen Großteil dieser Modelle sei ohnehin von Anfang an das Tanken von Super Plus vorgeschrieben gewesen. Der Verband geht daher davon aus, dass in Deutschland zukünftig etwa 375.000 Autos auf den Super-Plus-Kraftstoff nach DIN 51626-2 umsteigen müssten, das sei etwa 1 Prozent des Bestands an Pkw mit Ottomotoren.

Auf die „Roadmap Biokraftstoffe“, nach der Benzin zukünftig 10 Prozent Ethanol enthalten soll, hatten sich die Bundesregierung, VDA und Mineralölindustrie, Landwirtschaftsvertreter und mittelständische Mineralölwirtschaft geeinigt. (ggo)