Nachfrage nach Abwrackprämie lässt nach

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Von
  • Gernot Goppelt

Die große Nachfrage nach der Abwrackprämie für ältere Autos lässt nach. „Der große Ansturm ist vorüber“, sagte der Sprecher des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa), Volker Anders, heute. Derzeit würden täglich nur noch einige tausend Anträge eingehen. Insgesamt hat das Amt in Eschborn bei Frankfurt bis zum heutigen Mittwoch gut 1,25 Millionen Anträge registriert.

Von morgen an will das Bundesamt den ersten Antragstellern, die die Prämie im Internet beantragt haben, eine Bestätigung ihrer Prämien-Reservierung schicken. Ein externer Dienstleister werde am ersten Tag einige tausend Briefe verschicken, sagte Anders. Die Antragsteller hätten dann sechs Monate Zeit, um die Antragsunterlagen etwa mit der Fahrzeugzulassung und dem Nachweis der Altwagen-Verschrottung zu vervollständigen.

Da die Aufstockung des Fördertopfes von 1,5 auf 5 Milliarden Euro noch nicht amtlich sei, werde das Amt zunächst nur rund 120 000 dieser Reservierungs-Bestätigungen verschicken. Die übrigen Anträge würden bearbeitet, wenn das Geld auch zur Verfügung stehe. Neuwagenkäufer bräuchten nichts zu unternehmen, wenn sie in den nächsten Tagen zunächst keine Bestätigung des Amtes erhielten, sagte Anders.

Daneben werden weiterhin die rund 480.000 Anträge von Autokäufern bearbeitet, die bereits vor der Einführung des Online-Verfahrens ihre Unterlagen komplett an das Amt geschickt haben. Zusammen mit den 120.000 zuerst eingegangenen Online-Anträgen entspricht das den 600.000 Wagen, für die der ursprüngliche Fördertopf von 1,5 Milliarden Euro ausreicht. Die nunmehr 5 Milliarden Euro genügen für 2 Millionen Fahrzeuge.

Wie lange es dauert, bis 2 Millionen Online-Reservierungen eingegangen sind, lässt sich natürlich trotz etwas mehr Ruhe im Betrieb nicht genau voraussagen. Grund zur Hektik besteht auf jeden Fall nicht: Auf der Informationsseite der BAFA lässt sich täglich aktuell nachlesen, wie viele Anträge nach Altem und neuem Verfahren eingegangen sind. (dpa) (ggo)