Bayern hilft Gemeinden beim Messen von Mobilfunkstrahlen

In einem Pilotprojekt bekommen 60 Gemeinden aus dem ländlichen Raum die Kosten für die Strahlenmessung voll ersetzt.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Bayern will seinen Gemeinden dabei helfen, die Strahlung von Mobilfunkanlagen zu messen. Der bayrische Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) gab am Freitag den Startschuss zu einem mit insgesamt vier Millionen Mark ausgestatteten Förderprogramm. Das Programm läuft nach Angaben des Umweltministeriums zunächst als Pilotprojekt. 60 Gemeinden aus dem ländlichen Raum bekommen die Kosten für die Strahlenmessung voll ersetzt. Weitere Kommunen können später mit einer 50-prozentigen Förderung rechnen. Zudem soll auch bayernweit die Belastung mit elektromagnetischen Feldern gemessen und über Jahre hinweg dokumentiert werden.

Der bayrische Umweltminister wirbt schon seit Monaten für den verstärkten Schutz der Bürger vor Handy-Smog. Zu diesem Zweck initiierte er eine freiwillige Vereinbarung zwischen Mobilfunkbetreibern und bayrischen Kommunen, in der zumindest teilweise ein Mitspracherecht der Kommunen bei der Errichtung neuer Mobilfunkanlagen festgelegt ist. Die bayrischen Grünen, die versucht hatten, den Bau von Mobilfunkmasten grundsätzlich genehmigungspflichtig zu machen, hatten die Vereinbarung dagegen als nicht ausreichend kritisiert. Derzeit sind Sendemasten, die niedriger als zehn Meter sind, von einem Genehmigungsverfahren ausgenommen. Dies sei widersinnig, so die Grünen, weil gerade von niedrigen Anlagen für den Menschen besondere Gefahr ausgehe. (wst)