Virtuell von Finnen lernen

Die Corona-Pandemie geht auch nicht ohne Auswirkung am „Glücklichsten Land der Welt“ vorüber. Daher wandert die Aktion "Rent a Finn" per Videostream ins Virtuelle.

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Finnland wurde in diesem Jahr zum "Glücklichsten Land der Welt" auserkoren – wieder einmal! Im seit 2012 erscheinenden "World Happiness Report" hatte das Land im hohen Norden damit bereits zum dritten Mal in Folge alle anderen 155 bewerteten Länder ausgestochen.

Was machen die Finnen anders? Warum sind sie offenbar so mit sich im Reinen? Ihr "Geheimnis" will die Nation nicht für sich behalten und darum hat der Tourismus-Verband "Visit Finland" die Aktion "Rent a finn" ins Leben gerufen. Sie geht in diesem Jahr in die zweite Runde. Im letzten Jahr hatte eine Gruppe ausgewählter Finnen und Finninen als "Happiness Guides" Besucher des Landes, die sich zuvor für die Aktion beworben hatten, in ihr Zuhause eingeladen und diesen die Arten der finnischen Entspannung näher gebracht.

Ein solches Vorgehen ist zur aktuellen Situation natürlich schwieriger, deshalb wurde die Aktion – wie so vieles andere auch – ins Virtuelle verlegt. Zu den Themen "Essen mit einem Finnen", "Relax mit einem Finnen", "Aktiv sein mit einem Finnen", "Zeit verbringen mit einem Finnen" und "Glücklich sein mit einem Finnen" gibt es bis in den Juni hinein Livestreams von sechs Guides. Bereits abgelaufene Livestreams können auf dem YouTube-Kanal von Visit Finland nachgeschaut werden. Wem die Videos nicht ausreichen, der kann sich für eine Privat-Session mit einem der Finnen bewerben.

Sicherlich darf man nicht vergessen, dass das letztlich eine Tourismus-Aktion bleibt. Doch zeigt sie durch die Verbindung im Netz, wie man sich langsam wieder an das Reisen herantasten und doch ein Stückchen Ausland erleben kann – selbst, wenn man zu Hause auf dem Sofa sitzt – und das ist schließlich auch eine Art der Entspannung.

(jle)