Windows-Rechner zu schnell für die Domäne
In einer Windows-Domänenumgebung können sich manchmal Nutzer an bestimmten Rechnern nicht in der Domäne anmelden. Was läuft da schief?
In einer Windows-Domänenumgebung können sich manchmal Nutzer an bestimmten Rechnern nicht in der Domäne anmelden. Außerdem werden Gruppenrichtlinien ab und an einfach nicht übernommen. Neuinstallation der betroffenen Rechner hilft nicht. Was ist läuft da schief?
Sie sind vermutlich Opfer einer gutgemeinten Beschleunigungsmaßnahme von Microsoft geworden. Microsoft hat alles darauf gesetzt, dass ein Nutzer beim Start möglichst schnell den Desktop sieht. Dabei warten die Rechner nicht mehr auf die Netzwerkverbindung, die manchmal ein paar Sekunden länger braucht. Windows meldet bekannte Nutzer zur Not noch offline aus dem Cache und ohne Rücksicht auf Verluste an der Domäne an. Gerade beim schnellen Booten von SSD führt diese Optimierung zu Problemen. Zum Glück können Sie Windows per Gruppenrichtline zwingen, auf das Netzwerk zu warten. Aktivieren Sie das GPO unter: „Computerkonfiguration/Administrative Vorlagen/System/Anmeldung/Beim Neustart des Computers und bei der Anmeldung immer auf das Netzwerk warten“.
Wenn Clients nicht mehr auf Gruppenrichtlinien hören, weil sie zu schnell sind, können Sie natürlich auch von dieser GPO nichts mitbekommen. Dann hilft nur ein manuelles gpupdate /force auf der Kommandozeile der betroffenen Geräte. In Zukunft warten diese dann brav auf die Netzwerkverbindung. Im schlimmsten Fall sieht der Nutzer einige Sekunden lang einen Wartekringel, dafür können Sie sich wieder auf Ihre GPOs verlassen. (jam)