Coronavirus: Tesla-Mitarbeiter sollen infiziert sein
Tesla-Chef Elon Musk hatte durchgedrückt, dass sein Werk in Fremont wieder produziert. Nun sollen Mitarbeiter positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden sein.
Tesla-Werk in Fremont.
(Bild: tesla.com)
Mitarbeiter des Elektroautoherstellers Tesla in Kalifornien sollen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert sein. Das berichtet die Washington Post und beruft sich dabei auf Eingeweihte. In Fremont habe es zwei Fälle von Infektionen gegeben, einen in der Morgen- und eine in der Spätschicht der Sitzmontage. Sie seien aufgefordert worden, der Arbeit fernzubleiben.
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Insgesamt sind in dem Werk rund 10.000 Menschen in verschiedenen Schichten beschäftigt. Firmenchef Elon Musk hatte im Mai dort die Produktion wieder aufnehmen lassen, obwohl das gegen die Bestimmungen des zuständigen Alameda County in der Coronavirus-Pandemie verstieß. Zuvor hatte Tesla gegen die Zwangsschließung geklagt, Musk sprach von "Faschismus". Nachdem Gesundheitsbehörden die Fabrik inspiziert hatten, erteilten sie eine Woche nach Wiedereröffnung des Werks dafür unter Auflagen die Genehmigung.
Vier weitere Fälle?
Teil der Vereinbarung sei neben Hygienevorkehrungen, dass Tesla alle Infektionsfälle den Behörden melden muss; doch die sei erst eine Woche nach Produktionsbeginn in Kraft getreten, schreibt die Washington Post. Daher habe es Fälle geben können, die Tesla nicht habe melden müssen, zitiert die Zeitung eine Beamtin.
Der US-Branchendienst Electrek berichtet, an der Hauptmontage für die Tesla-Modelle S und X – die ebenfalls in Fremont ist – seien vier Mitarbeiter positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden. Laut dem Bericht tragen die Mitarbeiter zwar eine Nasen-Mund-Maske, bei manchen Arbeitsabläufen hielten sie aber nicht den Mindestabstand ein. Von Tesla liegen zu den Berichten keine Stellungnahmen vor.
(anw)