Chat um 15 Uhr: CD-Kopien ärgern die Industrie

Wer Kopierschutzmechanismen umgeht, muss kĂĽnftig in der EU mit Strafen rechnen. Die private Kopie - eine aussterbende Art? Dieser Frage will der heutige Chat auf heise online nachgehen.

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Von
  • Egbert Meyer

Wer künftig Kopierschutzmechanismen umgeht, muss mit Strafen rechnen. Zumindest sieht das ein im Mai vergangenen Jahres verabschiedetes Papier der Europäischen Union vor. Und da die Wirksamkeit der Kopierschutzverfahren generell umstritten ist, geht die EU-Richtlinie 2001/29/EG noch einen Schritt weiter. Demnach soll in Zukunft auch die Veröffentlichung von Umgehungsmöglichkeiten verboten werden.

Auch die Plattenindustrie, angeführt durch den Bundesverband der Phonographischen Wirtschaft, will das Recht auf die legale private Kopie beschneiden. "Auf CD-Rohlingen schaffen Sie keine Kopie sondern einen Klon", sagt Verbandsgeschäftsführer Peter Zombik. Dies sei "eine höchst bedrohliche Situation". Im Jahr 2001 seien mehr Musik-CDs gebrannt worden als die Industrie verkauft habe.

"Die Diskussion wird von zwei grundlegenden Thesen beherrscht: Die Musikindustrie verdiene weiterhin mit CDs Geld und es existiere die Möglichkeit eines effektiven Kopierschutzes für Musikstücke. Was passiert, wenn beide Thesen sich als falsch erweisen?", fragt Michael Kleinhenz, Initiator des OpenMusic-Projekts und einer der Gäste im heutigen Chat auf heise online. Neben ihm nehmen Martin Schaefer, Vice President und Legal Counsel bei BMG Europe und die c't-Redakteure Gerald Himmelein und Peter Schmitz auf dem Podium Platz.

Der Chat findet von 15 bis 16 Uhr statt. Der Chat-Raum ist bereits ab 14 Uhr geöffnet. Ein Link auf der Homepage von heise online führt dann direkt zur Veranstaltung. Dort finden Sie nach der Veranstaltung einen Mitschnitt der User- und Podiumsbeiträge. (em)