Popkomm: Pro und Contra "Instant CD"

Während andere Firmen auf der Popkomm weiterhin die selbst zusammengestellte CD propagieren, wendet sich Sony Music ab.

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Spielten noch vor kurzem viele Labels mit der Idee, ihre Kunden die Möglichkeit zu geben, sich in Plattenläden an Automaten ihre Lieblings-CD selbst zusammen zu stellen, hat sich Sony Music davon endgültig verabschiedet. Der Konzern maschiert nun genau in die andere Richtung: Auf der Popkomm stellte das Unternehmen den "interguide Music Catalog" vor, der an eines der heute schon in Plattengeschäften anzutreffenden Suchterminals erinnert.

Wie bei diesen Geräten kann man mit dem Sony-Gerät über einen LCD-Touch-Screen beispielsweise nach CDs suchen und sich die Songliste der gefundenen Titel anzeigen lassen. Hat man den gewünschten Titel gefunden, wird bei Verfügbarkeit eine Art Bon ausgedruckt, mit dessen Hilfe der Kunde an der Kasse die CD schneller ausgehändigt bekommen soll. Ist die CD nicht vorrätig, dient der Bon als Bestellschein.

Zusätzlich bietet der interguide, der zumindest in der auf der Popkomm gezeigten Version mit einem 223-MHz-Pentium und Windows 98 arbeitet, noch einige Sonderfunktionen: So werden Charts und Konzerttermine des Lieblingskünstlers angezeigt, zudem besteht die Möglichkeit, Musikstücke anzuspielen. Diese stammen von einem zum Gesamtsystem gehörenden Server, der nach Sonys Vorstellungen bislang mit einem Pentium-III-800, 64 MByte Speicher, Windows NT 4.0 und 15 GByte Festplattenplatz ausgerüstet ist.

Auf Nachfrage von heise online erklärte eine Sprecherin von Sony Music, dass man die Idee der "Instant CD" aus dem Laden nach den erfolglosen Versuchen der Konkurrenz verworfen habe. Wenn überhaupt sehe man nur einen Markt im Internet, wo sich Kunden dann über spezielle Angebote eigene CDs zusammenstellen könnten. (nij/c't) / (jk)