BT Ignite fordert Diskriminierungs-Verfahren gegen die Telekom
Die Tochter der British Telecom meint, Telekommunikationsunternehmen in Deutschland wĂĽrden von der Telekom ernsthaft behindert.
Wolfgang Essig von BT Ignite meint, Telekommunikationsunternehmen in Deutschland würden weiterhin ernsthaft behindert. Die Tochter der British Telecom hat deshalb ein förmliches Verfahren gegen die Deutsche Telekom wegen Diskriminierung von Wettbewerbern gefordert. "Die Deutsche Telekom benötigt Monate, um uns mit Mietleitungen zu versorgen, während ihre eigenen Kunden sie innerhalb von einigen Wochen bekommen", erklärte Essig, Regional Manager für Deutschland.
Josef Brauner, Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom, habe laut Mitteilung von BT Ignite zwar versprochen, dass sein Unternehmen die Lieferzeiten deutlich verkürzen werde. BT Ignite erklärte sich davon aber unbeeindruckt und forderte den Regulierer ein weiteres Mal auf, ein förmliches Verfahren wegen Diskriminierung einzuleiten.
Die Regulierungsbehörde sei bereits im August 2001 darüber informiert worden, dass die Telekom trotz mehrerer entsprechender Absprachen die Lieferzeiten nicht verkürze. Da die Missstände nach wie vor nicht beseitigt seien, müsse die Behörde nun ein Verfahren wegen Diskriminierung einleiten. Zudem werde von BT Ignite die Möglichkeit geprüft, den Fall vor die Europäische Kommission zu bringen. (anw)