Napster zahlt Millionen fĂĽr Urheberrechte

Die Musiktauschbörse Napster hat einen Vertrag mit der amerikanischen Musikindustrie und Komponisten unterzeichnet.

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Von
  • Christian Persson

Die Musiktauschbörse Napster hat einen Vertrag mit der amerikanischen Musikindustrie und Komponisten unterzeichnet, der als wichtige Hürde auf dem zu einem kostenpflichtigen Abonnement-Service gilt. In dem Vertrag verpflichtet sich Napster, der Musikindustrie und Rechteinhabern 26 Millionen Dollar für die bisherige Verletzung von Urheberrechten zu zahlen. Zusätzlich will das Internet-Unternehmen zehn Millionen Dollar Lizenzgebühren im Voraus entrichten.

Napster plant, Ende des Jahres einen kostenpflichtigen Abonnement-Dienst mit mehreren hundert Musiktiteln zu starten. Seit ihrer Gründung 1999 hatte die Tauschbörse mit ihrer Software kostenlosen Musik-Tausch möglich gemacht und wurde so zu einem der am meisten besuchten Internet-Seiten. Nach einem Gerichtsurteil beendete Napster seinen kostenlosen Service. Das jetzige Abkommen beseitigt Napsters Rechtsprobleme noch nicht vollständig. Am 10. Oktober soll eine weitere Anhörung mit Napster und Plattenproduzenten stattfinden. Dann entscheidet sich, ob Napster mit weiteren Forderungen rechnen muss.

"Wir freuen uns, ein so wichtiges Element für unseren neuen Dienst abgeschlossen zu haben – eines, das Liedermachern, Künstlern und Konsumenten zugleich zugute kommt", kommentierte der Napster-Geschäftsführer Konrad Hilbers. "Dieses Meilenstein-Abkommen bedeutet einen Riesenschritt in Richtung eines digitalen Musik-Marktes. Wir sind stolz darauf, eine Schlüsselrolle gespielt haben, den Markt voran zu bringen." George D. Weiss, Vorsitzender der Vereinigung amerikanischer Liedermacher, sagte: "Dieses Abkommen, das wenige Wochen zuvor noch unmöglich schien, wird hoffentlich zu sofortigem und noch nicht da gewesenem Wachstum im lizenzierten Online-Musikhandel führen." (cp)