Stempeln mit FreeCAD

Wir bauen mit der kostenlosen Konstruktionssoftware FreeCAD einen Stempel, fertigen ihn im 3D-Druck aus elastischen Material und stempeln per Embossing in 3D.

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Stempeln mit FreeCAD

(Bild: Matthias Mett)

Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Matthias Mett
FreeCAD bei Make
FreeCAD bei Make

Make zeigt in detaillierten Artikeln Schritt fĂĽr Schritt, wie die Konstruktion eigener 3D-Objekte mit der kostenlosen Software FreeCAD gelingt.

Bei FreeCAD handelt es sich um eine kostenlose Open-Source-Software zum Erstellen von dreidimensionalen Modellen. In der Make-Ausgabe 2/20 haben wir bereits gezeigt, wie man mit FreeCAD einen Fingerring mit eingeprägter und aufgesetzter Beschriftung konstruiert und beim Dienstleister im Metall-3D-Druck fertigen lässt. Die Zeichenwerkzeuge von FreeCAD kamen dabei nur kurz zur Sprache, deshalb wird diesmal mit deren Hilfe ein Stempel nach einer Bildvorlage konstruiert und ebenfalls 3D-gedruckt. Dabei entsteht die Stempelplatte aus flexiblem, gummiartigen Material, der Griff hingegen aus festem Kunststoff.

3D-Druck
3D-Druck

Der Sammelbegriff 3D-Druck steht heute fĂĽr ein ganzes BĂĽndel von Fertigungstechniken, die nach unterschiedlichen Prinzipien funktionieren und sich jeweils nur fĂĽr ganz bestimmte Materialien eignen. Ihr gemeinsamer Nenner: Alle Verfahren bauen dreidimensionale Objekte, indem sie Material in dĂĽnnen Schichten auftragen und verfestigen.

Unsere Bilderstrecke zeigt im Detail die Ergebnisse beim Probestempeln mit zwei verschiedenen Embossingpulvern und mit einem gewöhnlichen Stempelkissen. Gedruckt haben wir den Gummiteil zum einen auf dem Ultimaker 2+ mit Ninjaflex, zum anderen haben wir ihn auch beim Dienstleister i.materialise fertigen lassen.

Stempel mit FreeCAD (14 Bilder)

Die Ausdrucke vom Dienstleister i.materialise (links) und aus unserem FDM-Drucker (Ultimaker 2+, rechts) nebeneinandergestellt. Deutlich kann man erkennen, dass die Abstände der Körperteile beim linken Stempel wesentlich geringer sind als beim rechten. Der Dienstleister i.materialise verwendet für seine Rubber-Like-Drucke kein FDM-, sondern ein Lasersinterverfahren. Dadurch ist die Oberfläche gröber und das Werkstück insgesamt viel weniger weich als die Drucke aus dem Ultimaker, die wir mit Ninjaflex durchgeführt haben.
(Bild: Matthias Mett)

(pek)