Maskiert im Netz

Die in der Basisversion kostenlose App Anonymous Camera verdeckt Gesichter in Fotos und Video-Aufnahmen.

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Maskiert im Netz

(Bild: Playground.AI)

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  • TR Online

Die Nutzer können damit beispielsweise Bilder von Demonstrationen in sozialen Netzen posten, ohne die Persönlichkeitsrechte der Gefilmten zu verletzen – oder sie gar staatlicher Verfolgung preiszugeben. Das Tool richtet sich aber auch an Wissenschaftler, Whistleblower, Aktivisten und Journalisten, die „vertrauliche Informationen“ aufzeichnen wollen, ohne ihre Quellen preiszugeben.

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Die App ist zwar nicht die erste und einzige, mit der man das machen kann. Neu ist allerdings, dass sie Gesichter oder ganze Körper bereits beim Aufnehmen lokal auf dem Gerät bearbeitet. Es entsteht also kein unverpixeltes Material, und es werden auch keine unbearbeiteten Videos oder Bilder in die Cloud hochgeladen, um sie erst dort zu anonymisieren. Zusätzlich entfernt die App auch Metadaten wie Ort und Zeitstempel und kann die Tonspur verzerren, sodass man Stimmen nicht wiedererkennen kann.

Die App ist ausschließlich für iOS verfügbar und läuft ab dem iPhone 6. Auf meinem iPhone 8 hakelt die automatische Gesichtserkennung allerdings gelegentlich, sodass in einzelnen Bildern mein Gesicht nicht verdeckt wird. Die Entwickler räumen ein, dass es „gelegentliche Probleme bei älteren Geräten“ gibt. Ein Update soll Abhilfe schaffen.

Produkt: Anonymous Camera
Hersteller: Playground.AI
Preis: kostenlos, Pro-Version 2,29 Euro

(bsc)