Fraunhofer-Institute starten deutsche "Software-Offensive"

Deutschland soll laut Forschungsministerium und einiger Fraunhofer-Institute bei der Entwicklung von Computer-Software kĂĽnftig eine fĂĽhrende Rolle einnehmen.

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  • dpa

Deutschland soll bei der Entwicklung von Computer-Software künftig eine weltweit führende Rolle einnehmen. Zu diesem Zweck haben sechs deutsche Forschungszentren auf dem Gebiet des Software-Engineering ein gemeinsames nationales Kompetenzzentrum für virtuelle Softwareentwicklung (ViSE) gegründet. Beteiligt daran sind mehrere Fraunhofer-Institute aus Berlin, St. Augustin, Kaiserslautern und Karlsruhe sowie das Institut für Informatik der Technischen Universität München. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt bis Ende 2003 mit 6,1 Millionen Euro aus UMTS-Mitteln.

Unter Federführung des Kaiserslauterer Fraunhofer-Instituts Experimentelles Software Engineering soll Methoden- und Anwendungswissen über Softwareentwicklung gebündelt und den damit beschäftigten 20.000 Unternehmen in Deutschland angeboten werden. Leiter ist der Kaiserslauterer Professor Dieter Rombach. Über das Internet- Portal www.visek.de können interessierte Firmen mit dem neuen nationalen Kompetenzzentrum für Software Engineering Kontakt aufnehmen.

Bislang setzten erst knapp ein Drittel der 20.000 Software entwickelnden Unternehmen in Deutschland dazu ingenieurmäßige Methoden ein. Dabei, so hätten verschiedene Studien ergeben, nehme die Bedeutung und Abhängigkeit von Software in vielen Wirtschaftszweigen immer mehr zu. Vor allem in der Automobilindustrie, der Medizintechnik und im Bankwesen gehe ohne aktuelle Software praktisch nichts mehr. "Es ist fünf vor zwölf, wenn wir in Deutschland im Wettbewerb um die wichtigsten Software-Produktionsstandorte nicht verlieren wollen", sagt Rombach. Vom Jahr 2004 an soll sich das von ihm koordinierte Projekt finanziell selbst tragen. (dpa) / (jk)