Algorithmen suchen die Liebe

Eine Netflix-Serie aus Frankreich malt sich aus, wie das ideale Online-Dating aussehen könnte – oder auch nicht.

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Jeder Mensch möchte den perfekten Partner finden und sich dessen 100-prozentig sicher sein, das glaubt zumindest Paul Vanhove und baut auf dieser Überzeugung seine Firma Osmosis auf. Das „Versprechen, endlich seinen Seelenzwilling zu finden“, malt Paul den ersten zwölf Testern seines Produkts aus.

FĂĽr ihn und seine Schwester Esther, eine geniale Programmiererin, fĂĽhrt der Weg dazu ĂĽber ein Implantat in Form einer Pille. Es setzt Nano-Bots im Gehirn frei, die unterbewusste Gedanken auffangen. Algorithmen gleichen diese mit Profilen im Internet ab und finden so den perfekten Partner.

Aber passt zu der etwas molligen Ana ausgerechnet der Sporttrainer ­Simon? Und der Seelenzwilling des ­homosexuellen Lucas soll der untreue Exfreund sein?

Zweifel hat auch die Ethik-Kommission, erste Investoren springen ab. Um das Produkt zu retten, muss es nun schnell an den Markt. Dass da etwas schiefgeht, ist – buchstäblich – vorprogrammiert.

Audrey Fouché: „Osmosis“, Netflix, 1 Staffel, 8 Folgen, 32–48 Minuten

(bsc)