Grüne Gewerbegebiete: Immer schön im Kreis

Das badische Rheinfelden will ein "ultraeffizientes Gewerbegebiet" schaffen. Wie in einem Ökosystem sollen Abfälle des einen die Rohstoffe des anderen sein.

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Grüne Gewerbegebiete: Immer schön im Kreis

Das Leitungsnetz für Wasserstoff teilen sich bereits heute mehrere Industriebetriebe.

(Bild: Evonik Industries)

Lesezeit: 8 Min.
Von
  • Bernward Janzing
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Drei Nächte lang wurde gebohrt – dann war der Bahndamm unterquert. Als Nächstes ist die Bundesstraße dran, die unweit entfernt parallel verläuft. „Die Bahnlinie war die größte Herausforderung“, sagt Dagmar Kaiser, Projektingenieurin beim südbadischen Versorger Energiedienst. Und während sie über die Baustelle in Rheinfelden führt, versichert der anwesende Baustellenleiter, man habe gerade nachgemessen, die Bahnlinie habe sich nicht einen Millimeter gesenkt: „Alles bestens.“

Das Rohr, das künftig vom Chemieunternehmen Evonik teils oberirdisch über Rohrbrücken, teils im Boden zur 900 Meter entfernten Energiezentrale von Energiedienst führen wird, ist der anschaulichste Part eines großen Projekts: Die Stadt Rheinfelden, nahe Basel auf deutscher Rheinseite gelegen, will effizient werden. „Ultraeffizient“ sogar.

Das Gewerbegebiet soll eine Art Ökosystem werden, in dem des einen Abfall des anderen Rohstoff ist. Das Stuttgarter Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) ist derzeit damit betraut, das „weltweit erste stadtnahe, ultraeffiziente Gewerbegebiet“ zu entwickeln. Die Vision ist „ein Gewerbegebiet ohne Abfall, Abwasser und Abluft“. Energie und Material sollen über Firmengrenzen hinweg strömen, dass am Ende möglichst wenig ungenutzt übrig bleibt. Etwa indem ein Unternehmen eine Chemikalie nutzt, die in einem anderen Betrieb als Reststoff anfällt.

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