Online-Weihnachtseinkäufe in Deutschland rückläufig
Nach einer Umfrage von TNS-Emnid bestellten im vergangenen Jahr acht Prozent weniger deutsche Internetnutzer ihre Weihnachtsgeschenke via Internet als im Jahr 2000.
Nur noch 42 Prozent der 25 Millionen Internet-Nutzer in Deutschland bestellten im vergangenen Jahr ihre Weihnachtsgeschenke über das Intenet. Das sind acht Prozentpunkte weniger als im Vorjahr, ergab eine heute veröffentlichten Umfrage von TNS-Emnid. Zwar sei die Zahl der Deutschen mit Netzzugang weiter angestiegen, absolut bleibe die Bilanz des Online Weihnachtsgeschäfts aber leicht im Minus, sagte Frank Wagner von der Hamburger Emnid-Tochter eMind.
Das Buch ist laut Emnid weiterhin der Renner unter den online bestellten Präsenten. Jeder zweite, der das Internet zum Weihnachtseinkauf nutzte, bestellte Lektüre, jeder dritte eine Musik-CD. Am stärksten stieg laut Emnid die Nachfrage bei Elektronik und Elektroartikeln. Umsatzrenner des klassischen Weihnachtsgeschäfts wie DVD-Spieler und Mobiltelefone hätten auch den Internethandel bestimmt. Einen deutlichen Zuwachs gab es bei Veranstaltungs-Tickets, einen deutlichen Rückgang bei Spielwaren.
Nach Aussage von Wagner ist ein Trend zu hochwertigen Artikeln spürbar. Recht gute Noten gab es für die Verlässlichkeit der Internet-Händler. Neun von zehn Präsenten lagen der Umfrage zufolge pünktlich unter dem Weihnachtsbaum. Emnid befragte zwischen dem 25. Dezember 2001 und dem 3. Januar 2002 insgesamt 1284 Internetnutzer zu ihrem Einkaufsverhalten in der Weihnachtszeit. (dpa) / (hob)