Online-Organizer daybyday nur noch kostenpflichtig

Nutzer mĂĽssen zukĂĽnftig mindestens 39 Euro pro Jahr fĂĽr den Personal Information Manager zahlen.

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Der Personal Information Manager daybyday wird ab dem ersten März nur noch kostenpflichtig angeboten. Der Betreiber des Online-Organizers, die daybyday Media GmbH, führt als Gründe für die Umstellung die Kosten für das Versenden von SMS-Nachrichten an, die Anfang des Jahres von den Telekommunikationsunternehmen drastisch erhöht worden seien. Da daybyday-Nutzer starken Gebrauch von SMS machten, zum Beispiel für die Terminerinnerung oder die E-Mail-Benachrichtigung, sei der Dienst zu der Umstellung gezwungen.

Folgende Preismodelle sind geplant: daybyday Classic bietet für 39 Euro im Jahr unter anderem den Versand von 20 SMS und zehn Faxen pro Monat; die E-Mail-Funktion sammelt elektronische Post von bis zu drei Konten ein. daybyday Premium kostet 59 Euro im Jahr, beinhaltet 100 SMS und 20 Faxe pro Monat und sammelt E-Mails von maximal fünf Konten ein. Auf dem daybyday-Server findet sich eine detaillierte Liste der Funktionen in beiden Tarifen. Bereits registrierte Nutzer können ihre Termine, Adressen, E-Mails und Dateien beim Wechsel auf ein kostenpflichtiges Angebot mitnehmen.

Joachim von Ahn, Geschäftsführer bei daybyday, sieht sein Unternehmen mit der Einführung eines Abo-Modells am Beginn einer grundsätzlichen Entwicklung stehen: "Das Jahr 2002 wird für zahlreiche bisher kostenlose Mehrwertdienste das Aus bringen. Die Prestige orientierte Subvention unrentabler Angebote ist als Grundlage für ein erfolgreiches Geschäftsmodell denkbar ungeeignet. Zudem lässt sie sich nur in den wenigsten Fällen durch Online-Werbung refinanzieren." Von Ahn erwartet, dass zahlreiche andere Content- und Service-Anbieter in den kommenden Monaten dieser Argumentation folgen werden.

"Wir sind fest davon überzeugt, dass ein Teil unserer User bereit ist, für ein nützliches und innovatives Produkt wie den daybyday WebOrganizer zukünftig angemessene Abo-Gebühren zu bezahlen," so Joachim von Ahn. Die Akzeptanz des bereits vor einem halben Jahr eingeführten Premium-Angebots bestätige diese Einschätzung. (jo)