Siemens schreibt wieder schwarze Zahlen

Der Konzern machte im vergangenen Quartal einen Gewinn von 538 Millionen Euro.

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Das "Tal der Tränen" liegt hinter Siemens: Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres konnte der Konzern das Ergebnis nach Steuern im Vergleich zum Vorquartal verbessern. Nach einem Verlust von 1,098 Milliarden Euro im letzten Quartal des vorherigen Geschäftsjahrs erzielte Siemens nunmehr einen Nettogewinn von 538 Millionen Euro, teilte das Unternehmen heute mit. Im vergleichbaren Vorjahresquartal betrug der Gewinn 1,0 Milliarde Euro.

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7 Prozent auf 20,496 Milliarden Euro, der Auftragseingang um 12 Prozent auf 24,926 Milliarden Euro. Aber nicht alle operativen Bereiche wiesen ein Wachstum auf: Vor allem die Geschäfte, die langfristigen Zyklen unterliegen, wie Transportation Systems, Power Transmission and Distribution und Power Generation, verbuchten ein Umsatzwachstum sowie einen Anstieg beim Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahresquartal. In der Netzwerksparte Information and Communication Networks dagegen sind Umsatz und Auftragseingang sowohl im Vorjahresvergleich als auch im Vergleich zum vierten Quartal 2001 gesunken. Laut Siemens könnte es in diesem Bereich vor allem in den USA zu weiteren Restrukturierungsmaßnahmen kommen. Auch der Bereich Automobilelektronik machte Verluste. Allerdings hätten sich auch die beiden defizitären Bereiche verbessert, heißt es bei Siemens.

Vorstandsvorsitzender Heinrich von Pierer ist mit den Ergebnissen des ersten Quartals zufrieden. Besonders die positive Entwicklung der Cash-Position erfreut ihn. Das abgelaufene Quartal zeige, dass die verschiedenen operativen Bereiche in der Lage sein sollten, "sich in den kommenden Quartalen in die Zielkorridore der Operation 2003 einzuschwingen". (anw)