Collabora bringt sein Online-Office auf den neuesten Stand
Collabora Online 6.4 zieht mit dem Desktop-Produkt gleich und weist zahlreiche Verbesserungen vor, die Libre-Office bereits im letzten Jahr erhalten hat.
- Markus Feilner
Collabora Online hat dieser Tage einen Versionssprung von 4.2. auf 6.4. hingelegt. Laut Hersteller spiegelt das nun auch "den technologischen Entwicklungsstand wieder", basiert das Weboffice doch mittlerweile wie auch das Desktop-Produkt Collabora Office auf dem LibreOffice-Kern des Branch 6.4.
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Augenfälligste Neuerung der neuen Version ist wohl der neue "NotebookBar", der Anwendern auf mobilen Geräten mit einer speziell angepassten Werkzeugleiste helfen soll – parallel zum klassischen Werkzeugleistenlayout, das Anwender via Konfigurationsoption wiederbeleben können. Eine Online-Demo findet sich auf der Collabora-Webseite, allerdings ist dafür eine Registrierung notwendig.
Neue Tabellen-Engine
Ansonsten haben die Entwickler unter anderem die Tabellen-Engine neu geschrieben, sodass Anwender jetzt auch Reihen und Spalten sperren können ("Freeze"). Collabora Online kann jetzt auch mit Anmerkungen und Kommentaren in PDFs umgehen und navigiert den Benutzer vorwärts/rückwärts blätternd durch die Kommentare. Diverse Probleme mit Microsoft-Formaten habe man gelöst und es gebe endlich auch Farbverläufe als Präsentationshintergrund, transparente Texte und viele weitere Verbesserungen.
Die britische Collabora ist einer der Treiber der Entwicklung von Libre Office. 2015 brachte man Libre Office erstmals ins Web, heute verspricht Collabora Support auch für große Umgebungen und bietet entsprechende SLAs. Collabora Online integriert sich laut Hersteller nahtlos mit Owncloud, Nextcloud, Seafile und vielen anderen Online-Diensten und Hostingangeboten, lässt sich aber auch im eigenen Rechenzentrum einsetzen.
(mfe)