2001 war für den deutschen IT-Markt das bislang schwierigste Jahr
Der deutsche Markt für Informationstechnik und Telekommunikation wuchs im vergangenen Jahr nur um zwei Prozent, ermittelte der Verband BITKOM.
Auf dem deutschen Markt für Informationstechnik und Telekommunikation ist die weltweite Krise des vergangenen Jahres voll durchgeschlagen. Zwar wuchs der Markt um 140 Milliarden Euro, ermittelte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien (BITKOM) für seine vorläufigen Konjunkturdaten; die Wachstumsrate von zwei Prozent sieht gegenüber den von 1997 bis 2000 erzielten durchschnittlich neun Prozent aber sehr bescheiden aus.
Noch im Frühjahr 2001 hätte alles auf eine nur kurzzeitige konjunkturelle Schwächung hingedeutet. In der zweiten Jahreshälfte habe die Investitionszurückhaltung dann aber schnell und heftig fast alle Marktsegmente erfasst. Davon seien vor allem Hersteller von Handys, PCs und Peripheriesystemen betroffen gewesen, erklärte BITKOM-Chef Bernhard Rohleder. Die Rückgänge im Hardwaremarkt seien durch ein leichtes Wachstum in den Bereichen Software, IT-Services und Telekommunikationsdienste ausgeglichen worden.
Rohleder kommentiert die Zahlen entsprechend: "Das vergangene Jahr war das bisher schwierigste für die deutsche Informations- und Kommunikationswirtschaft." Insbesondere die Binnennachfrage nach Endgeräten und Systemen habe stark nachgelassen. Aus dieser Talsohle werde sich der Markt laut BITKOM im Jahresverlauf 2002 allmählich wieder herausbewegen.
"Das härteste Stück der Strecke haben wir damit hinter uns", meint Rohleder. Nun müsse die Politik auf die zyklische Entwicklung reagieren. Die Unternehmen bräuchten Platz zum Atmen. Deshalb müsse das deutsche Korsett aus arbeits-, ordnungs- und wettbewerbsrechtlichen Regeln aufgeschnürt werden. (anw)