Statistik der Woche: Böllern und die Umwelt

Das Verbot privaten Feuerwerks zu Sylvester in Corona-Zeiten spaltete langedie Politik. Dabei hat die Mehrheit eine klare Haltung, wie unsere Infografik zeigt.

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Statistik der Woche: Böllern und die Umwelt
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Von
  • Mathias Brandt
Statistik der Woche
Statistik der Woche

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shutterstock/3dmask

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In unserer wöchentlichen Rubrik präsentieren wir Zahlen, Kurven und Diagramme aus Technologie und Wissenschaft.

Privates Feuerwerk ja oder nein, diese Frage wurde im Corona-Jahr 2020 besonders heiß diskutiert, bis der zweite Shutdown kam. Indes gibt es gar nicht so viele Fans von Böllern und Raketen, wie die lebhafte Debatte nahezulegen scheint.

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Eine aktuelle Umfrage des Statista Global Consumer Survey zeigt, dass nur 23 Prozent der Deutschen Feuerwerk an Silvester unabdingbar finden. Deutlich mehr Menschen sehen das bunte und laute Spektakel dagegen kritisch, wie die Infografik von Statista und Technology Review zeigt.

So finden jeweils ĂĽber 40 Prozent der Befragten Feuerwerk wegen der Umwelt beziehungsweise der Tiere unverantwortlich. Feinstaub, der in der Sylvesternacht stark zunimmt, wird mittlerweile von Umweltforschern als massives Problem erkannt. Ăśber ein Drittel ist Feuerwerk zudem schlicht zu teuer.

Trotzdem ist der Jahreswechsel für die Branche ein gutes Geschäft: Der Verband der pyrotechnischen Industrie ging dieses Jahr eigentlich von 122 Millionen Euro Silvester-Umsatz aus.

Besonders beliebt sind normalerweise Batterien und Verbundfeuerwerk sowie Raketen, die für 50 beziehungsweise 20 Prozent der Einnahmen verantwortlich sind. Der Umsatzanteil von Böllern beläuft sich dagegen auf nur vier Prozent.

(bsc)