Bastelprojekt: Retro-Neonschilder mit Neonflex

Neon-Lichter sind beliebte Dekoartikel und ein Hingucker in der Außenwerbung. Mit unserer Bauanleitung und einfacher Elektronik erreichen Sie ähnliche Effekte.

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Lesezeit: 13 Min.
Von
  • Florian Schäffer
Inhaltsverzeichnis

Echte Neonröhren sehen ziemlich schick aus – Glasröhren passend in Form zu bringen, mit Gas zu füllen und dann auch noch Hochspannung anzuschließen, ist allerdings ziemlich umständlich. Wie praktisch, dass es seit einiger Zeit eine gute Alternative gibt, die bisher wenig Beachtung fand. Das soll sich nun ändern. Wir zeigen Ihnen, wie Sie – gänzlich ohne Gefahr – Schilder und dekorative Bilder ganz einfach selber bauen, die aus der Ferne täuschend echt wie Neon-Werbetafeln aussehen. Im Gegensatz zu EL-Schnüren wird keine Hochspannung benötigt und die Neonstreifen leuchten um ein Vielfaches heller. Kleine Schaltungen sorgen für individuelle Lichteffekte, ohne dass Sie gleich einen Mikrocontroller programmieren müssen.

Kurzinfo
  • Neonschilder und -objekte gestalten
  • Wetterfeste LED-Schläuche einsetzen
  • Lichteffekte mit TTL-Technik steuern

Checkliste

  • Zeitaufwand: mehrere Stunden
  • Kosten: ab 10 Euro
  • Löten: Grundkenntnisse im BestĂĽcken von Lochrasterplatinen

Material

  • Neon-LED-Streifen
  • Lochrasterplatine, sowie je nach Beschaltung:
  • Transistor BD175
  • NE555
  • CMOS-ICs
  • Widerstände
  • Kondensatoren
  • Netzteil, 9 bis 12V, ca. 2A
  • Acrylglas- oder Holzplatte
  • Sekundenkleber
  • Rundstab
  • Drahtgitter
  • Dekoartikel
  • Kabelbinder
  • NitroverdĂĽnnung

Werkzeug

  • groĂźe Schere oder Seitenschneider
  • Lötkolben mit Zubehör
  • ggf. Lasercutter oder Laubsäge

Ein leuchtender Kaktus darf neben Sombrero und Brauerei-Werbeschild in keiner Tex-Mex-Cantina fehlen.

Bestimmt kennen Sie schon die flexiblen Leiterbahnstreifen mit dutzenden SMD-LEDs vom Typ 5050 oder WS2812, die weiß oder individuell farbig leuchten können und oft als Neopixel bezeichnet werden. Die hier verwendeten Neonstreifen nutzen meistens den 5050-Nachfolgetyp 2835 auf dem bereits bekannten dünnen Leiterbahnstreifen. Die Ziffern stehen dabei für die Abmessungen der LEDs, die 2835er sind also 2,8mm × 3,5mm groß. Der Trick ist, dass das LED-Band in einem komplett geschlossenen Schlauch (ca. 12mm × 6mm) aus Silikon steckt, sodass die Streifen auch draußen eingesetzt werden können. Drei Seiten der Streifen sind lichtdicht weiß und eine schmale Seite ist für den Lichtaustritt transparent oder eingefärbt.

Im Angebot sind meist kühles und warmes Weiß, Rot, Blau, Eisblau, Grün, Gelb/Orange und Rosa. Die LEDs selbst leuchten entweder näherungsweise in der jeweiligen Farbe oder einfach Weiß, den Rest der Einfärbung trägt das Silikon bei. Um welche Ausführung es sich handelt, steht normalerweise leider nicht dabei. Das Licht tritt relativ homogen aus und die Schläuche sind extrem biegsam, so dass Biegungen von fast 180 Grad möglich sind. Je nachdem, wie der LED-Streifen im Silikon eingebettet ist, lässt sich das Band in unterschiedliche Richtungen knicken. Die Streifen werden auch als Neonflex oder unter dem Markennamen QolorFLEX NuNeon angeboten. Dichtet man noch die äußeren Schnittkanten mit Silikon ab, sollten die Streifen witterungsbeständig sein und die Schutzart IP67 (spritzwassergeschützt) erfüllen. Erfahrungen zur Witterungsbeständigkeit fehlen uns allerdings bisher – teilen Sie uns gerne Ihre mit.

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