Elektronik-Hersteller Semecs stellt Insolvenzantrag
Der Kieler Elektronik-Hersteller Semecs GmbH hat nach eigenen Angaben vom Dienstag am Montag beim Kieler Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt.
Der Kieler Elektronik-Hersteller Semecs GmbH hat nach eigenen Angaben vom Dienstag am Montag beim Kieler Amtsgericht einen Insolvenzantrag gestellt. Trotz ausgelasteter Produktion könnten für die 142 Mitarbeiter nicht mehr die Gehälter bezahlt werden. Grund sei die Insolvenz der niederländischen Mutter Semecs Holding BV vor zwei Wochen.
Semecs hatte im Sommer vergangenen Jahres die Produktion des zahlungsunfähigen Telefonherstellers Hagenuk übernommen. Das Unternehmen ist Zulieferer für die Telekommunikations- und die Automobilindustrie. Zu den größten Kunden zählen der Berliner Telefonhersteller DeTeWe und der mittlerweile zu Siemens gehörende Automobilelektronikproduzent VDO.
Die Kieler Semecs ist nach Angaben von Geschäftsführer Wolfgang Haseley voll ausgelastet, die Beschäftigten arbeiteten in Sonderschichten. Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder will in den nächsten Wochen Gespräche mit potenziellen Investoren führen. Die Arbeit im Werk gehe während des Insolvenzverfahrens weiter, die Einkommen der Mitarbeiter seien bis Jahresende mit Hilfe des Insolvenzgeldes des Arbeitsamtes gesichert.
Einige der Semecs-Mitarbeiter erleben bereits das dritte Insolvenzverfahren. Zuvor hatte die Hagenuk schon zweimal einen entsprechenden Antrag gestellt, zuletzt vor knapp eineinhalb Jahren. (dpa) / (wst)