Britische Polizei setzt auf CCTV zur Überwachung

Die Regierung investiert 125 Millionen Euro für Closed Circuit Television (CCTV) zur Videoüberwachung öffentlicher Plätze in England und Wales.

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Von
  • Arne Mertins

Großbritannien ist bereits jetzt das Land mit der höchsten Dichte an Überwachungskameras im öffentlichen Raum. 1,5 Millionen Kameras gibt es insgesamt, schätzt das Home Office(Innenministerium). Sie überwachen U-Bahnstationen, Busse, Einkaufsstraßen, Parkplätze und zunehmend auch Wohngebiete.

Am Dienstag kündigte die Regierung eine neue Initiative an. Mit der bisher größten einzelnen Investition an öffentlichen Geldern in Closed Circuit Television (CCTV) in Höhe von 125 Millionen Euro sollen landesweit an die 250 neuen Projekte installiert werden.

Die Regierung argumentiert damit, dass CCTV Verbrecher sowohl abschreckt als auch im Nachhinein zur Aufklärung beiträgt. Kritiker verweisen auf bürgerrechtliche Bedenken und argumentieren, dass sich durch Videoüberwachung Kriminalität nur verlagert und nicht insgesamt reduziert wird. CCTV sei in Großbritannien zu "einer Manie geworden", sagte der Bürgerrechtsaktivist und Erfinder des Big-Brother-Preises, Simon Davis.

Mehr in Telepolis: CCTV-Manie in Großbritannien (ame)