Britische Fußballclubs wollen Spiele ins Netz streamen
Vom Fernsehempfang abgeschnittene Fans britischer Fußballclubs können hoffen: Per Internet sollen die Heldentaten der Mannschaften übertragen werden.
Die Fußballclubs der britischen "Premier League" wollen künftig über ihre eigenen Websites Spiele und Hintergrundmaterial auf die PC-Bildschirme ihrer Fans senden. Die Zahl der Interessenten im Königreich sei zwar begrenzt, aber weltweit gebe es viele treue Anhänger, die nur mit einem Breitband-Webzugang das Schicksal ihrer Mannschaft verfolgen könnten, berichtete die BBC.
Seitdem das Exklusivrecht für die Übertragung der Spiele nicht mehr ausschließlich bei den Fernsehgesellschaften liegt, bereiten sich viele Clubs auf die Vermarktung des Materials über das Internet und eigene Fernsehkanäle vor. Arsenal London plant BBC zufolge seinen Fans für einen vierteljährlichen Obolus von 13 Britischen Pfund (rund 40 Mark) Hintergrundberichte, Tore und Highlights anzubieten. Manchester United und der FC Liverpool haben ähnliche Pläne bekannt gegeben. Der Club der westenglischen Hafenstadt hat besonders ehrgeizige Pläne. Durch eine Kooperation mit der Internet-Firma Servecast sollen Spiele, Interviews, Audio- und Videonachrichten sowie Specials für bis zu sieben Kanäle aufbereitet werden. Dazu gehört auch Zugriff auf archiviertes Material der letzten 40 Jahre.
Bevor der wunderbare neue Web-TV-Fuball ins Rollen kommt, müssen aber noch technische Probleme gelöst werden. Nach einer Studie des Firma Segue Systems sind viele Websites britischer Topclubs selbst ohne die umfangreichen Info-Angebote schlecht erreichbar. Nur drei von 20 Websites waren nach Eintippen der URL schneller als in acht Sekunden aufgebaut. Den Pokal für die langsamste Site holte sich souverän Derby County. Ihre Site erstürmte sich nach sechs Minuten ein komplettes Browserfenster. (thd)