Kurz informiert: E-Privacy, Funke Mediengruppe, US-Capitol, Automarkt

Unser werktäglicher News-Überblick fasst die wichtigsten Nachrichten des Tages kurz und knapp zusammen.

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Inhaltsverzeichnis

Überraschend schnell hat Portugal, das Anfang des Jahres von Deutschland den Vorsitz beim EU-Ministerrat übernommen hat, einen neuen Entwurf für die seit vier Jahren heftig umstrittene E-Privacy-Verordnung an die anderen Mitgliedsstaaten geschickt. Ziel soll es sein, "den Text zu vereinfachen" und ihn weiter an die Datenschutz-Grundverordnung anzupassen. Was zunächst überzeugend klingt, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen vor allem als Geschenk an die datenverarbeitende Wirtschaft. Denn Metadaten und Cookies sollen unter Auflagen stärker einsetzbar werden. Nach zwölf Monaten soll die Verordnung voll anwendbar sein. Sie muss nicht mehr unbedingt in nationales Recht umgesetzt werden.

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Wochen nach einem Hackerangriff sollen die Tageszeitungen der Funke-Mediengruppe im Laufe der Woche wieder regulär erscheinen. "Wir sind, Stand heute, sehr optimistisch, den Notfallmodus noch diese Woche zu verlassen", erklärte Funke am Montag. Die IT des Medienhauses komme mit dem Wiederaufbau der Infrastruktur sowie der "Reinigung" und Neuausgabe der Notebooks schneller voran als erwartet. Funke war am 22. Dezember Opfer eines schweren externen Cyberangriffs geworden. Bundesweit waren Zeitungen des Verbundes betroffen und in Notausgaben erschienen.

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Nach dem Angriff auf das Kapitol in Washington D.C. hat das FBI unter anderem den Hinweis bekommen, dass eine Angreiferin einen Laptop aus dem Büro der Sprecherin des Repräsentantenhauses gestohlen haben soll und ihn angeblich an Russlands Auslandsgeheimdienst verkaufen wollte. Die US-Bundespolizei geht dem aktuell nach, die Frau wurde festgenommen. Beobachter wiesen darauf hin, dass die panikartige Flucht von Abgeordneten und Mitarbeitern am 6. Januar auch teils sensible IT entblößt haben und die Aufarbeitung für Cybersecurity-Experten schwierig werden dürfte. Noch ist nicht klar, was die Angreifer mit der IT angestellt haben und wie stark sie kompromittiert wurde. Neben Nancy Pelosi hatte ein weiterer Senator einen gestohlenen Laptop gemeldet.

Das Jahr der Covid-19-Pandemie war für den europäischen Automarkt das schlechteste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1990. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Neuzulassungen für Passagierautos in 2020 um fast 24 Prozent auf 9,42 Millionen Fahrzeuge. In Deutschland brach der Markt im Jahresvergleich um knapp ein Fünftel ein.

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(igr)