AMD stellt Duron mit 1,1 GHz vor
AMDs Low-Cost-Prozessor holt den Celeron in der Taktfrequenz wieder ein und hängt ihn in Benchmarks ab.
Von
Der Prozessorhersteller AMD beschleunigt seinen Low-Cost-Prozessor Duron auf 1,1Â GHz. Damit holt der Duron den Celeron wieder ein, den Kontrahent Intel seit Anfang September mit derselben Taktfrequenz anbietet.
AMD Duron, 1,1Â GHz, FSB200
Gigabyte 7DX, AMD-761/VIA686B
PC2100-2-3-3
206
8305
155
872
5110
AMD Duron, 1,0Â GHz, FSB200
Abit KG7, AMD-761/VIA686B
PC2100-2-3-3
193
7753
144
800
4706
AMD Athlon, 1,4Â GHz, FSB266
Gigabyte 7DX, AMD-761/VIA686B
PC2100-2-3-3
255
10276
191
1113
8239
Intel Celeron 1,1Â GHz, FSB100
Asus TUSL2, Intel i815E, B-Step
PC133-222
173
5121
103
629
4322
Pentium III 1,13 GHz, FSB133
Asus TUSL2, Intel i815E, B-Step
PC133-222
215
8225
146
800
6507
Pentium 4 2 GHz, FSB400
MSI 845 Pro2, Intel i845
PC133-222
205
8315
170
960
5784
Alle Messungen durchgefĂĽhrt mit 256 MByte Hauptspeicher, Grafikkarte mit Nvidia-GeForce-2-Chip und 32 MByte SGRAM, Treiber Detonator XP 20.81, Festplatte IBM-DTLA307030, Onboard-Sound.
Außerdem steht die Markteinführung des lang erwarteten Athlon mit Palomino-Kern kurz bevor. Er soll offenbar am 9. Oktober offiziell vorgestellt werden. Allen Berichten zufolge wird AMD den verbesserten Athlon-Prozessor tatsächlich nicht unter Angabe der realen Taktfrequenz vermarkten, sondern mit einem an den Intel Pentium 4 angelehnten Rating. Die schnellste Variante mit 1,5 GHz Taktfrequenz wird unter dem Namen "Athlon XP 1800+" auf den Markt kommen.
Beim Duron nutzt AMD seit der 1-GHz-Version einen neuen Kern (Codename "Morgan"). Gegenüber dem alten Spitfire-Kern enthält er einige interne Verbesserungen wie einen Hardware-Prefetch und einen größeren TLB (Translation Lookaside Buffer). Außerdem hat AMD die vom Intel Pentium III bekannten SSE-Befehle eingebaut. Bei gleichem Takt führten diese Verbesserungen im Schnitt zu 5 bis 10 Prozent mehr Leistung.
Da schon der Spitfire-Duron dem Celeron (mit Coppermine-128-Kern) deutlich überlegen war, hängt der neue Duron den direkten Konkurrenten locker ab. Sogar dem Intel Pentium III (mit Coppermine-Kern) ist er in fast jedem Benchmark voraus. Und wenn man Intels Flaggschiff, den Pentium 4 mit 2 GHz, in ein i845-Board mit lahmem SDRAM-Speicher-Interface steckt, kann AMDs Einstiegsprozessor sogar mit dieser deutlich teureren Konfiguration ganz gut mithalten. Allerdings lief der Duron im c't-Labor in einem Board mit dem AMD-761-Chipsatz und Double-Data-Rate-Speicher; in Boards mit VIA KT133A und PC133-Modulen ist er um 5 bis 10 Prozent langsamer. Der große Bruder AMD Athlon mit derzeit maximal 1,4 GHz läuft all diesen Konfigurationen davon.
AMD verkauft den 1,1-GHz-Duron an OEM-Kunden für 102 US-Dollar (1,0 GHZ: 89), die Straßenpreise in Deutschland können wie immer erheblich davon abweichen.
| Prozessor | Mainboard (Chipsatz) | Speicher | BAPCo SYSmark 2000 | 3DMark 2000 (800x600x16) | Quake 3 (fastest), Frames per second | PovRay 3.1, PPS | Linux-Kernel kompilieren (1000000/s) |
|---|
Intel wird vermutlich in KĂĽrze einen neuen Celeron vorstellen, der statt des Coppermine-128-Kerns den schnelleren Tualatin-Kern nutzt.