T-Mobil bittet Xtra-Kunden nachträglich zur Kasse
Die Telekom-Tochter T-Mobil will Minusstände einklagen, die vor zwei Jahren bei zahlreichen Prepaid-Kunden aufgelaufen sind.
Die Telekom-Tochter T-Mobil will nach Erkenntnissen der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg Minusstände einklagen, die vor zwei Jahren bei zahlreichen Prepaid-Kunden aufgelaufen sind. Aufgrund eines technischen Fehlers waren im im Frühjahr 2000 die Gebühren für Xtra-SMS über einen längeren Zeitraum nicht abgebucht worden. Dabei rutschten die Konten von Kunden, die sich auf das Werbeversprechen der Kostenkontrolle verlassen hatten, in einigen Fällen um über hundert Mark ins Minus. Laut der damals gültigen Allgemeinen Geschäftsbedingen sollte das Telefonieren und Versenden von SMS lediglich bei einem positivem Kontostand möglich sein.
Auf Druck der Verbraucherzentrale hatte T-Mobil zwar im Frühsommer 2000 die Konten der Betroffenen ausgeglichen, nun aber sollen alle Kunden, die ihre mit Minusständen belastete Karte nicht mehr benutzt haben, doch noch zur Kasse gebeten werden. Nach der Anwaltsmahnung folge umgehend der gerichtliche Mahnbescheid, so die Verbraucherzentrale. Die Konsumentenschützer wollen T-Mobil nun zum Einlenken bewegen. Die Telekom-Tochter müsse "umgehend darauf verzichten, eigene Abrechnungspannen auf dem Rücken ihrer Kunden, insbesondere der minderjährigen, auszutragen", heißt es in einer am Wochenende veröffentlichten Stellungnahme. (em)