Talkline steht nicht mehr zum Verkauf
Die Muttergesellschaft will die Firma nun behalten, unter anderem, da die Angebote zur Übernahme zu gering ausgefallen seien.
Nachdem mehrere Anläufe für den Verkauf des Elmshorner Telekommunikations-Unternehmens Talkline gescheitert sind, will die Muttergesellschaft TDC die Firma nun behalten. Als Begründung gibt TDC unter anderem die "zu geringen Angebote" an. Die Ertragslage der deutschen Tochter habe sich zudem deutlich verbessert, teilte TDC (früher Tele Danmark) mit. Diese Entscheidung gelte sowohl für die Mobilfunk-Aktivitäten von Talkline als auch für den Mehrwertdienste-Spezialisten Talkline ID, der Sonderdienste unter 0190er- und 0180er-Nummern anbietet.
"TDC glaubt an die Zukunft dieser Bereiche und engagiert sich weiter im deutschen Markt", sagt Henning Vest, Vorsitzender der Geschäftsführung von Talkline. Nach Angaben der Firma ist Talkline mit 1,8 Millionen Kunden immer noch der drittgrößte Mobilfunk-Serviceprovider in Deutschland; er arbeitet mit den drei Netzbetreibern D1, D2 und E-Plus zusammen. Ende November erst war der Verkauf von Talkline vorerst gescheitert, da die potenziellen Aufkäufer nach und nach ihr Interesse wieder verloren. Nun hat TDC offensichtlich die Hoffnung auf einen profitablen Verkauf endgültig verloren. Bereits Anfang Oktober hatte Talkline angekündigt, dass die Bereiche Festnetz und Internet aufgegeben würden. (jk)