ISIS-MTT : Neuer Standard für kompatible elektronische Signaturen

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) hat eine Arbeitsgruppe einen einheitlichen Standard für elektronische Signaturen erarbeitet. Die Spezifikation der Version 1.0 von ISIS-MTT steht seit heute im Web zur Verfügung.

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Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) haben der TeleTrusT e.V. und die Trustcenter-Vereinigung T7 einen einheitlichen Standard für elektronische Signaturen erarbeitet. Bisher existierten in Deutschland zwei nicht miteinander kompatible Spezifikationen: Die Industrial Signature Interoperability Specification (ISIS) der AG Trustcenter e.V. und MailTrusT (MTT) des TeleTrusT e.V. Die Spezifikation des neuen gemeinsamen Standards ISIS-MTT Version 1.0 steht seit heute im Web zur freien Verfügung.

Ziel sei, so der Staatssekretär des BMWi, Dr. Alfred Tacke, "die bisherigen Insellösungen zu einer Gesamtlösung zusammenzuführen" und die uneingeschränkte Interoperabilität verschiedener Signaturanwendungen zu gewährleisten. Die Erarbeitung der "vereinheitlichten ISIS-MTT-Spezifikationen für Interoperabilität und Testsysteme" ist der erste Schritt eines mehrstufigen Projekts, in dem bisherige Erfahrungen mit internationalen Standards gekoppelt werden sollen. Qualifizierte Signaturen gemäß Signaturgesetz und Formvorschriften im Privat- und Verwaltungsrecht sind dabei ebenso berücksichtigt wie die Spezifikation von Sicherheitsfunktionen für Secure E-Mail mit unterschiedlichen Sicherheitsniveaus.

Die Arbeitsgruppe ruft auf ihrer Website ausdrücklich zur Kommentierung auf. Anregungen und Vorschläge werden geprüft, die Kommentare veröffentlicht. In den nächsten vier Wochen sollen außerdem ein Testkonzept und eine -spezifikation auf der Site bereitstehen. Bis zum Herbst 2002 ist die Entwicklung eines Testbed geplant, das alle definierten Schnittstellen der ISIS-MTT-Spec enthält. Hersteller können dann ihre Produkte überprüfen und von einer unabhängigen Prüfstelle abnehmen lassen. (ur)