Happy Birthday

Zum zehnten Geburtstag von Linux: Zehn Jahre - nicht gerade lang im Laufe eines Menschenlebens, jedoch fast eine Ewigkeit im Computerumfeld.

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Von
  • Jon "Maddog" Hall
Inhaltsverzeichnis

Warum sagte ich in diesem Quartal? Das liegt daran, dass es für Linux - wie für viele andere große Projekte der Geschichte - mehrere Zeitpunkte gibt, die man glaubhaft als Beginn bezeichnen kann.

Am 25. August 1991 schickte Linus erstmals eine Nachricht, die explizit ‘DAS Projekt’ erwähnte, an dem er aber bereits seit April 1991 arbeitete. Am 3. Juli 1991 fragte er im Usenet nach Kopien der POSIX-Manuals. Sein erstes Tar-Archiv tauchte erst am 17. September 1991 im Netz auf, und Version 1.0, die gemeinhin als der erste ‘Production Kernel’ gilt, gab er im März 1994 frei.

Natürlich fasst jeder als das wirkliche Geburtsdatum der Freiheit den Zeitpunkt auf, an dem man Linux zum ersten Mal sah und anfing, es zu benutzen. Mein "erstes Mal" war im Mai 1994, als ich mich zu den schätzungweise 124 000 anderen Menschen gesellte, die es benutzten.

1991
April Erste Vorarbeiten unter Minix
Juli Anfrage nach POSIX-Doku
August Erstes projektbezogenes Posting
September Linux 0.01

In der kommerziellen Welt von 1994 war Linux jedoch eine "Totgeburt". Zwar waren einige wichtige Anwendungen auf das freie Betriebssystem portiert worden - beispielsweise Vistasources Applixware, Wolframs Mathematica, Acucorps ACUCOBOL oder eine im Kundenauftrag entstandene Version von Pick Systems - aber weder entwickelten große Firmen Produkte rund um Linux, noch nahmen Analysten Notiz davon - es existierte als ‘Hacker-System’. Letzlich war dies auf einen Faktor zurückzuführen: die geringe Zahl der neu verkauften Computer mit vorinstalliertem Linux als Betriebssystem.

Will man große Unternehmen der Computerindustrie dazu bewegen, Linux in ihrem Geschäftsmodell zu berücksichtigen, muss man zunächst deren Aufmerksamkeit erlangen - dazu bedarf es eines signifikanten Anteils an neu verkauften Systemen.

1992
Januar Linux 0.12, erste GPL-Version, virtuelle Speicherverwaltung
März Linux 0.95
Juli Erster iX-Linux-Artikel
September SuSE GmbH gegründet

Nimmt man das Beispiel 1994, so gab es zu der Zeit etwa 124 000 Linux-Anwender. Wenn nur die Hälfte dieser Maschinen neu war, sprechen wir über 62 000 Neugeräte. Nimmt man weiter an, es gäbe weltweit fünf große Hersteller, so würde jedes Unternehmen etwa 12 000 verkaufen. Aber der größte Hersteller von Desktop-PCs ist nicht Compaq, Dell, HP, IBM oder Fujitsu-Siemens. Der größte Verkäufer ist eine Gruppe, die die Industrie als ‘White Box’ bezeichnet. Diese umfasst kleinere Firmen und Händler, die ihre PCs meist als No-name-Systeme an den Mann bringen. Ungefähr 70 Prozent aller Desktop-Systeme stammen aus dieser Quelle, die ‘Big Five’ teilen sich den Rest. Mit der Folge, dass jeder der ‘Großen Fünf’ 1994 lediglich 3600 Maschinen verkauft hätte.

Für ein Unternehmen, das einen Rechner mit Betriebssystem verkauft und dafür auch garantiert, ist es entscheidend zu wissen, dass das Betriebssystem wirklich auf ihrer Hardware läuft. Dazu müssen sie es testen - auch mit Peripheriegeräten, Kombinationen von Systemerweiterungen sowie unter verschiedenen Auslastungen. Darüber hinaus müssen sie - neben diversen anderen zu berücksichtigenden Dingen - das Betriebssystem in ihre Literatur, ihre Schulungen der Verkaufs- und Supportmannschaft und ihre Produktlinien integrieren. Dies ist sehr teuer, und die Umsätze aus den wenigen zu der Zeit verkauften Linux-Systemen hätten derartige Investitionen nicht gerechtfertigt - die Firmen hätten mit Linux Geld verloren.

Auf der anderen Seite könnten kleine Unternehmen mit geringem Overhead in einem florierenden Markt durchaus profitable Geschäfte mit Linux erzielen, sogar 1994, vor allem wenn sie langsam wachsen und ihre Betriebskosten gering halten.

1993
August Start des Debian-Projekts
November Erster Torvalds-Vortrag außerhalb Finnlands (NUUG)

Dies war der Markt, in dem Firmen wie Red Hat, VA Linux, SuSE, Yggdrasil, SLS entstehen konnten.

Einen weiteren Meilenstein für Linux markierten zwei NASA-Mitarbeiter, Dr. Thomas Sterling und Donald Becker, als sie in einem Aufsatz beschrieben, wie sich Standard-PCs über ein Hochgeschwindigkeitsnetz zu so genannten ‘Soupercomputers’ verbinden lassen - so jedenfalls hieß ein Projekt der Oakridge National Labs, da es ohne Budget entstand.

Zwar können Beowulf-Systeme - unter diesem Namen wurden sie erst später bekannt - nicht jedes High-Performance-Computing-Problem lösen, aber dennoch bewältigen sie viele interessante Aufgaben - zu einem im Vergleich zu klassischen Supercomputern sehr geringen Preis. Anfangs bestanden diese aus aufeinander gestapelten PC-Tower-Gehäusen; später kamen vermehrt Rack-Mount-Rechner zum Einsatz, mit denen 20, 40 oder mehr CPUs in einem Schrank zusammenarbeiten konnten. Doch handelte es sich immer noch um einen sehr kleinen Markt mit speziell geschriebenen Linux-Anwendungen.

1994
März Linux 1.0, Ext2, SCSI, funtionierendes Netz Linux International gegründet
Juni/Juli Erster Linux-Kongress in Heidelberg
November Erste Distribution von Red Hat

Dann betrat eine wunderbare ‘Killerapplikation’ die Bühne: der Apache Webserver. Er und die explosionsartige Ausbreitung des World Wide Web, verbunden mit der Tatsache, dass Linux ein exzellentes ISP-System abgibt (niedrige Kosten, hohe Verfügbarkeit, hohe Effizienz) führten dazu, dass Linux sich vom Desktop-System (als das Linus es ins Leben rief) zum Serverbetriebssystem entwickelte. Projekte wie Samba verstärkten diesen Rollenwechsel, und drei Dinge passierten: mehr neue Maschinen wurden verkauft, diese Maschinen waren Server und keine Desktop-Systeme, und die Dotcoms entstanden.

Serversysteme bieten wesentlich bessere Margen als Desktop-PCs. Nicht nur die Margen liegen bei Servern höher, in der Regel verfügen diese über mehr Speicher, größere Festplatten und mehr Peripheriegeräte als Desktops; dies erhöht die Profitabilität zusätzlich. Vor allem die aufkommenden Dotcoms, oft von jungen mit Köpfchen ausgestatteten Tekkies geführt, die sich keinem Hard- oder Softwarehersteller verpflichtet fühlen, kauften diese Systeme zu Hunderten. Aber immer noch schenkten viele der großen Computerunternehmen Linux keine Aufmerksamkeit - bis ein weiterer Linux-‘Geburtstag’ anfiel: Juli 1998.

Während Firmen wie SAP Linux bereits in ihre Arme geschlossen hatten (und nicht müde wurden, zu versichern, sie würden in Zukunft nur noch Linux unterstützen), nahmen die Anbieter der meisten anderen kommerziellen Produkte keine Notiz davon.

In einem Fall jedoch hatte die Informix User Group dem CEO der Datenbankfirma so lange in den Ohren gelegen, bis Informix mit der Linux-Portierung der Datenbank-Engine begann. Während die Entwickler sich beeilten, die Portierung zu vervollständigen und auszuprobieren, plante man die offizielle Ankündigung und Freigabe des Programms für den Tag des User-Group-Treffens. Als Oracle davon hörte, kündigte diese am Tag vor dem Treffen an, eine Linux-Portierung vorzunehmen, diese aber erst zu einem späteren Zeitpunkt auszuliefern.

1995
März Linux 1.2, Kernel im ELF-Binärformat, Support für nicht Intel-CPUs (Alpha, MIPS und SPARC)

Plötzlich taten alle anderen großen Datenbankhersteller ihre Absichten kund, ihre Produkte auf Linux zu portieren; das Rennen war eröffnet.

Ungefähr zu der gleichen Zeit begannen die großen Computeranalysten wie IDC oder Dataquest sich für Linux zu interessieren. Bei näherer Betrachtung fanden sie heraus, dass Linux wesentlich stärker, als bisher angenommen, verbreitet war. Vom ‘unteren Ende’ der Kette aus dem technischen Management kommend schlüpfte Linux in immer weitere nützliche Rollen. Es verschaffte sich so zunehmend Sichtbarkeit im gehobenen Management der Unternehmen, und plötzlich existierten viel mehr Linux-Einsatzszenarien als bis dato angenommen. Den endgültigen Ritterschlag gab es mit IBMs Ankündigung, Linux auf der gesamten Systempalette einsetzen zu wollen.

Natürlich gab es fast von Anfang an Linux-Veranstaltungen. Im November 1993 hielt Linus seinen ersten Vortrag außerhalb Finnlands, auf einem Treffen der Niederländischen Unix User Group (NUUG). Der herzliche Empfang im niederländischen Ede weckte das Interesse für einen Linux-Kongress (unter www.linux-kongress.de gibt es das diesjährige Programm), der 1994 erstmals in Heidelberg stattfand. Ein paar Jahre später riefen ein paar Studenten den LinuxTag ins Leben. Während der Linux-Kongress bewusst klein geblieben ist, hat sich der LinuxTag nach Aussteller- und Besucherzahlen zu einem echten Konkurrenten für kommerzielle Veranstalter gemausert.

Ähnlich verlief die Entwicklung in den Vereinigten Staaten. Einige Linux-Hacker, angeführt von Donnie Barnes, einem der Red-Hat-Gründer, initiierten die erste Linux Expo. Die technisch orientierte Konferenz wuchs mehrere Jahre, bevor sie zu groß für ihre Umgebung wurde und unterging. Im letzten Jahr der Linux Expo riefen die Atlanta Linux Enthusiasts das ins Leben, was heute als Annual Linux Showcase (www.linuxshowcase.org) firmiert, eine echte technische Linux-Konferenz.

1996
Frühjahr POSIX-zertifiziertes Linux (Unifix)
Mai Erste selbstentwickelte Distribution von SuSE
Juni Linux 2.0, Kerneld, Loop-Device, Quotas, Masquerading, Firewall, ISDN
August Betaversion Staroffice

Obwohl einige der Veranstaltungen kleinere Ausstellungen beinhalteten, handelte es sich nicht um kommerzielle Events. Kurz darauf trat der US-Messeveranstalter IDG an Linux International heran und fragte, ob wir uns eine erfolgreiche Linux-Messe vorstellen könnten. Wir sagten, wir würden es begrüßen, wenn es eine geben würde. So entstand LinuxWorld als IDG-Warenzeichen, und zur Premiere im San Jose Convention Center kamen 14 000 Besucher, von denen sich über 6000 den Vortrag von Linus anhörten. Und die Presse nahm Notiz von Linux.

Obwohl bereits seit den frühen Anfängen einige unerschütterliche Alliierte Linux in der Presse die Treue hielten - hierzu gehören Nicholas Petreley vom InfoWeek Magazin, die iX (Ausgabe 7/1992, siehe www.heise.de/ix/linux/lx-article.html) sowie das in den USA erscheinende Linux Journal - ignorierte der Großteil der Zeitschriften den Betriebssystem-Grünschnabel. Dies änderte sich erst, als die Datenbankhersteller ihre Ankündigungen wahr machten und die ‘Big Five’ begannen, Linux zu beachten. Urplötzlich tauchten überall Linux-Artikel auf, auch in Publikationen wie dem Wall Street Journal, dem Magazin Fortune oder Wired - selbst in Cartoons wie Doonesbury fand Linux Erwähnung.

1997
April Dt. Linux-Verband gegründet
September Netscape Communicator 4.x

Bei genauerer Betrachtung war das Marktpotenzial von Linux für die meisten der Hersteller immer noch zu klein, um sich mit voller Kraft darauf zu stürzen. Compaq beispielsweise unterstützte elf verschiedene Betriebssysteme auf seinen Intel-basierten Systemen: NetWare, SCO, Windows, OS/2, Solaris und einige andere. Jedes davon musste man auf allen Intel-Produktlinien ausgiebig testen.

Compaq bietet viele verschiedene Computerfamilien allein für Intel-CPUs an: Notebooks, Desktops, Low-End- und High-End-Server, abgesehen von der separaten High-Performance-Group. Diese Aufzählung ist nicht vollständig, da jedoch jede dieser Gruppen wiederum über drei oder mehr Systeme verfügt, die ihren jeweiligen unteren, mittleren oder oberen Leistungsbereich abdecken, existieren somit (als Rechenexempel) zwölf Basissysteme, von denen jedes mit vielen Kombinationen möglicher Komponenten zu testen ist.

Daher holte sich Compaq - wie viele andere große Firmen auch - ‘nasse Füße’, indem sie zwei Produktfamilien auswählten, von denen sie meinten, dass diese die besten Marktchancen hätten, und bestimmten aus diesen je zwei Modelle, die sie mit Linux anbieten wollten. Dies beschränkte den zu betreibenden Testaufwand, bis sie den Markt analysieren und seine Größe abschätzen konnten. Auf viele Linux-Anhänger wirkte dies allerdings so, als ob Compaq Linux nicht ernst nähme.

1998
Juni Gimp 1.0.0
Juli Informix SE KDE 1.0
Oktober Oracle
November SAP R/3

Eine ganze Reihe Unternehmen, die den Aufstieg von Linux vorgesehen hatten, entwickelten sich mit dem aufkeimenden Interesse der kommerziellen Welt für Linux deutlich weiter. Firmen, die früher vier oder fünf Mitarbeiter hatten, zählen ihre Angestellten heute in Hundertern. Weitere Distributionen schossen ebenso aus dem Boden wie kleinen Firmen, die Hardware und Service verkaufen wollten. Diese Firmen wurden oft von meist technisch ausgebildeten Visionären gegründet, und mit dem Wachstum der Unternehmen verlangten die die Gründung finanzierenden Risikokapitalgeber oft (oder sprachen zumindest eine deutliche Empfehlung aus), dass ein betriebswirtschaftlich Orientierter das Regiment in der Firma übernahm und der Visionär in eine weniger einflussreiche Position versetzt wurde. Manchmal funktionierte dies, und das Unternehmen florierte, manchmal auch nicht und machte der Firma zu schaffen.

Als zweite Hauptschwierigkeit des explosiven Wachstums erwiesen sich die fehlenden Geschäftsmodelle. Viele Firmen starteten im Open-Source-Umfeld ohne echtes Konzept, wie sie ihr Geld verdienen wollten, und ohne klare Vorstellungen, wie ihre Pläne funktionieren könnten. Andere verfügten zwar über einen Geschäftsplan, dieser ging aber von einem Markt stetig wachsender Umsätze aus, ohne zu erklären, wie sich ihre Dienstleistungen und Produkte von denen des Mitbewerbs abgrenzen lassen. Dies läutete bewegte Zeiten ein.

Herbst 2000: Mitten in den Wirren der amerikanischen Präsidentschaftswahlen war das erste Grollen eines wirtschaftlichen Rückgangs zu vernehmen. Die Börsen, deren Hausse viele Milliarden Dollar Umsätze und Buchwerte generiert hatte, wurden jetzt zum Objekt einer kritischen Überprüfung. Amerikanische Investoren erkannten, dass sich Steuern nicht mit Aktien bezahlen lassen, und verkauften Papiere. Die Aktienkurse fielen, die Venture Capitalists verloren Geld. Die Dotcoms benötigten weiteres Kapital, die ersten scheiterten.

Mit dem Zusammenbruch der ersten Dotcoms ereigneten sich zwei Dinge: Firmen, die auf einen kontinuierlich wachsenden Markt gesetzt hatten, um die Profitabilität zu erreichen, mussten sich nach etablierteren, eher klassischen Geschäftsfeldern umsehen, und die Dotcoms entwickelten sich durch die Konkursverfahren eher zu Produzenten von Linux-Systemen als zu Kunden.

1999
Januar Linux 2.2, verbesserter SMP-Support, Netzwerkcode überarbeitet (Routing, Firewall, ...), Open Sound System Samba 2.0 Ankündigung Domino/Notes
März Gnome 1.0 IBM propagiert Linux-Strategie

Ergebnis: Obwohl der Markt für Linux weiter wuchs, reichte das Wachstum für einige Linux-Firmen nicht, um die Gewinnzone zu erreichen.

Manche Firmen reorganisierten sich und richteten ihr Geschäft auf profitablere Bereiche aus. Ein Beispiel hierfür sind die vielen Hersteller, die PCs und Notebooks in einem Markt anbieten, der lediglich 2 Prozent des gesamten Desktop-Markts ausmacht. Kein Anbieter sah genug Potenzial, um darin profitabel zu arbeiten. Daher stürzten sich die meisten Hersteller auf den umsatzstärkeren und mehr Profit versprechenden Servermarkt, andere schrumpften radikal, einige gingen Konkurs. Einige machten alles durch.

2000
März XFree86 4.0
Oktober KDE 2.0
Dezember Linux auf S/390-Mainframes
Dezember IBM kündigt für 2001 Investitionen in Linux von 1 Milliarde Dollar an

Aus diesem Chaos entstand ein neues Gleichgewicht. Man erkannte, dass der Linux-Markt selbst wuchs und gut in Schuss war. Mitten in Microsofts Anti-Trust-Verfahren, Microsofts Schwenk hin zu Windows XP, der Unsicherheit über Microsofts neue Lizenzierungsstrategien, und der wirtschaftlichen Flaute versuchten Firmen Geld einzusparen, indem sie Open-Source-Lösungen einsetzten. Das heißt nicht, dass sie kein Geld mehr ausgaben, sondern nur, dass sie dies klüger taten. Linux (und Open Source) erwies sich als gute Investition für die Kunden. In der Lage zu sein, ein kleineres, preiswerteres System kaufen zu können, als ein teureres, das für die Erledigung der gleichen Aufgabe zudem mehr Speicher und eine besser CPU benötigt, erwies sich als Vorteil - gerade in Zeiten knapper Kassen.

2001
Januar Linux 2.4, Bis zu 64 GByte RAM, 64-Bit-Dateisystem, Journaling Filesystem, USB
Februar Erste Mainframe-Distribution
April Samba 2.2 Linux auf IBM iSeries (AS/400)

Ja, es werden weiterhin einige Linux-Firmen ihren Fokus ändern, schrumpfen oder ganz eingehen. Andere Firmen jedoch bauen ihre Geschäftsbeziehungen in einem Tempo aus, dass ihnen das Erreichen der Profitabilität ermöglicht - selbst in einem gedämpften Marktumfeld.

Daher mein Rat an die iX-Leser: Denken Sie nicht an vergangene Geburtstage, sondern an zukünftige:

  • den Tag, an dem Linux als Open-Source-Beispiel für ein Standardbetriebssystem anerkannt ist,
  • den Tag, an dem man Linux auf 40 Prozent aller Desktop-Rechner findet,
  • den Tag, an dem ein großes Unternehmen feststellt, dass es Linux überall in der Firma einsetzen kann.

Denn wir alle wissen, morgen ist der erste Tag vom Rest unseres Lebens.

Jon ‘maddog’ Hall
ist President und Executive Director von Linux International, er selbst bezeichnet sich als Linux-Evangelist.

Mehr Infos

iX-TRACT

  • Linux hat sich vom Hacker-Spielzeug zum etablierten OS entwickelt.
  • Betriebswirtschaftliche Grundlagen gelten auch für Linux-Companys.
  • Nach der Konsolidisierung stehen die Zeichen weiter auf Wachstum.

(avr)