Boot-Stick mit Ventoy

Der Artikel "Multi-Werkzeugkasten" in c’t 2/2021 beschreibt, wie man einen an beliebigen PCs bootenden Stick erstellt. Warum nutzen sie hierfür nicht Ventoy?

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Der Artikel "Multi-Werkzeugkasten" in c’t 2/2021 auf Seite 140 beschreibt, wie man einen an beliebigen PCs bootenden Stick erstellt, von dem wahlweise Windows-Setup, das c’t-Notfall-Windows oder Windows RE booten. Ich verwende dafür das kostenlose Ventoy. Warum gehen Sie anders vor?

Ventoy haben wir uns für den Artikel auch angesehen: Damit erstellen Sie sehr bequem einen Stick, der sowohl klassisch als auch per UEFI bootet. Nach dem Erstellen können Sie ISO-Dateien auf das Laufwerk kopieren. Solange deren Dateinamen keine Leer- und keine Nicht-Ascii-Zeichen enthalten, findet Ventoy die ISOs beim Booten vom USB-Laufwerk und bietet sie zur Auswahl an.

Das große Aber: Ventoy beherrscht zwar im Prinzip sogar das Booten von Secure-Boot-geschützten UEFI-Rechnern, doch klappt das nach Auskunft der Entwickler nicht überall gleichermaßen – und wenn es auf einem Rechner scheitert, bleibt nur, auf diesem Secure Boot zu deaktivieren. Auch in unseren Tests wollte das Booten bei aktivem Secure Boot nicht gelingen.

Ähnliche Programme haben oft noch größere Probleme: Die aktuelle Version von "xboot" stammt von 2011 – damals galt UEFI noch als exotisch. "WinSetupFromUSB" sowie "Yumi" (Nachfolger des "Universal USB Installer") sind ebenfalls nicht UEFI-fähig. Der Nachfolger von "YUMI" heißt "YUMI UEFI", das Programm ist derzeit noch in der Betaphase. Es nutzt GRUB2 und ist UEFI-tauglich, doch da der Bootloader nicht signiert ist, scheitert mit YUMI UEFI das Booten vom Stick, sofern Secure Boot aktiv ist. Das gilt auch für den "SARDU MultiBoot USB and DVD creator", der das Booten von UEFI zudem nur in der kostenpflichtigen Version unterstützt.

Kurzum: Wir konnten kein Programm finden, welches einen an beliebigen PCs bootenden Stick erzeugt.

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(axv)