IFA

Städteführer im Lokalbetrieb & Sehenswürdigkeiten am Telefon

Die Firma Stadtmagazin.com stellt auf der IFA ihre Ideen für interaktive Stadtplaner vor.

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WAP ist jetzt schon überholt – es lebe das Web. Dieser Ansicht ist die Firma Stadtmagazin.com, die auf der IFA ihre Ideen für interaktive Stadtplaner vorstellt. Da die neue Generation der mobilen Geräte meist mit HTML keine Probleme hat, verzichtet sie auf ein WAP-Textinterface in ihren Städteführern und passt einfach die Seitenbreite und Dateigrößen auf die Bedingungen unterwegs an.

Unter der Adresse www.locality.de/mobil finden sich die Links zu den Städten Hamburg, Dresden, Berlin, Köln, München und Washington. Die Hauptstadt der USA passt geografisch zwar nicht ganz zu den anderen, liegt aber auf geschäftlicher Ebene nahe, da die Redaktion von Stadtmagazin.com mit der amerikanischen Touristikfirma BeyondGuide zusammenarbeitet.

Da die Redaktion eher "visionär eingestellt" als technisch potent sei, helfen noch andere Partner mit, um eine sinnvolle Fusion von Vision und Funktion auf der IFA präsentieren zu können. So soll es mit den viel beschworenen Location Based Services in Zukunft die Regel sein, von einer lokalisierten Startseite aus die Stadt zu erkunden. Steht man in Berlin am Brandenburger Tor, versorgt einen das Display mit Informationen über das Bauwerk und alle lohnenden Ziele in der Umgebung mit Kartenkoordinaten, die der Pläneproduzent Wenninger AG liefert. Heute muss man sich noch selbst zum Brandenburger Tor durchklicken.

Die Unterstützung aus Übersee, BeyondGuide, sorgt für die Audio-Untermalung. Das Unternehmen hat ein System in petto, das Touristen an ihrem Mobiltelefon Geschichten über Sehenswürdigkeiten erzählen kann. Dazu erkennt eine Sprachsoftware Wörter wie "Ford's Theater" und liefert "eine dreiminütige Zusammenfassung zum Attentat auf Abraham Lincoln inklusive akustischer Untermalung wie z. B. dem Knallen des Schusses, entsetzten Schreien und der Opernmusik" an den Anrufer. Zu beachten ist, dass neben den zehn US-Dollar für 48 Stunden Zugriff auf den Service auch die normalen Gesprächsgebühren anfallen. Für Deutschland ist noch kein genaues Kostenmodell bekannt, soll aber in den nächsten Tagen mit den Kooperationspartnern entschieden werden. (cgl)