Ausbildungsangebot für "Heiligen Krieg" aus dem Internet entfernt
Eine britische Internetseite, in der ein Unternehmen jungen Moslems eine Ausbildung zur Teilnahme am "Heiligen Krieg" anbot, ist am Mittwoch stillgelegt worden.
Eine britische Internetseite, in der ein Unternehmen jungen Moslems eine Ausbildung zur Teilnahme am "Heiligen Krieg" anbot, ist am Mittwoch stillgelegt worden. Die Seite der Firma namens Sakina Security Ltd. sei "nicht mehr verfügbar", bestätigte der Internet-Provider Freeserve. Es blieb jedoch zunächst unklar, ob die Entfernung der Seite aus dem Internet eine Entscheidung des Providers oder aber eine Maßnahme der britischen Polizei war.
Auf der Internetseite war "die entscheidende Herausforderung des Dschihad" angeboten worden: Teilnehmer konnten eine Reise buchen, bei der sie auf einem Schießplatz in den USA pro Person 3000 Schuss abfeuern konnten. Außerdem schloss die Reise eine Ausbildung im Nahkampf, eine Unterweisung in der "Kunst des Knochenbrechens" und das Erlernen des "Improvisierens von Sprengkörpern" ein. Besucher der Internetseite wurden aufgefordert, Geld für die "Befreiung der Al-Aksa-Moschee" in Jerusalem zu spenden.
Bereits vor einem Jahr hatte ein britischer Abgeordneter im Parlament auf die Aktivitäten der Firma Sakina Security Ltd. aufmerksam gemacht und vom damaligen Innenminister Jack Straw, dem jetzigen Außenminister, die Auskunft bekommen, dieser prüfe den Vorgang. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen ist die britische Polizei jetzt angewiesen worden, auch die Tätigkeit islamischer Fundamentalisten "in größerem Zusammenhang" zu überprüfen.
Zu den ersten Personen, die neu überprüft werden, solle Scheich Omar Bakri Muhammad gehören, der als Chef der al-Muharijoun-Gruppe nach dem Terroranschlag auf die USA ein Todesedikt (Fatwa) gegen den pakistanischen Präsidenten Pervez Musharraf erließ. Bakri Muhammad lebt seit 1993 in London. (dpa) / (wst)