Aufsichtsrat beschloss Schließung von AT&S-Werk
Das Augsburger Werk des österreichischen Leiterplattenherstellers AT&S wird geschlossen.
Das Augsburger Werk des österreichischen Leiterplattenherstellers AT&S wird geschlossen. Das gab das Unternehmen im Anschluss an eine Sitzung des Aufsichtsrates in Wien am Donnerstag bekannt. Betroffen sind etwa 400 Mitarbeiter. Rund die Hälfte von ihnen hatte in der österreichischen Hauptstadt noch einmal versucht, die Aufsichtsratsmitglieder in letzter Minute umzustimmen.
Sie konnten immerhin einen Teilerfolg erzielen: In der Erklärung des in Leoben (Steiermark) ansässigen Unternehmens heißt es, Bayerische Staatskanzlei und IG Metall könnten noch bis zum 31. Oktober "wirtschaftlich sinnvolle Alternativen" überlegen. Dessen ungeachtet werde die Unternehmensleitung umgehend Gespräche mit dem Betriebsrat über die bevorstehenden Kündigungen beginnen.
Wegen der schlechten Auftragslage ruht die Produktion in Augsburg seit rund vier Monaten. Die in Frankfurt am Neuen Markt notierte AT&S ist einer der größten und technologisch führenden Hersteller von Leiterplatten, die als Herzstück in Mobiltelefone eingebaut werden. Im ersten Quartal seines laufenden Geschäftsjahres 2001/2002 (31. März) musste das Unternehmen gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen Umsatzrückgang von 17,3 Prozent auf 63 Millionen Euro (123,21 Millionen Mark) hinnehmen. (dpa) / (wst)