Expertenrunde für Technologiestandort Baden-Württemberg

Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sollen den laut einem Gutachten nach dem Silicon Valley wichtigsten Standort weltweit voran bringen.

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  • dpa

Politik, Wirtschaft und Wissenschaft im Südwesten rücken zusammen: Die baden-württembergische Landesregierung hat ein Expertengremium für Informationstechnologien und Medien ins Leben gerufen. An der ersten Sitzung gestern Nachmittag im Stuttgarter Neuen Schloss nahmen rund 60 hochrangige Vertreter teil, darunter zahlreiche Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer von Technologie-Unternehmen aus dem Südwesten. Die Gründung des Gremiums geht auf eine Empfehlung des Beratungsunternehmens Roland Berger vom Frühjahr 2000 zurück.

Geleitet wird das "Beratungsforum Information, Telekommunikation und Software" (bits) von Staatsminister Christoph Palmer (CDU) und dem Aufsichtratsvorsitzenden der Hewlett-Packard GmbH, Menno Harms. "Dieser Erfahrungsaustausch bereitet den Boden für neue Impulse zur Weiterentwicklung der Zukunftstechnologien in unserem Land", sagte Ministerpräsident Erwin Teufel (CDU). Das Forum solle der Landesregierung Vorschläge zur Verbesserung des Standortes Baden-Württemberg unterbreiten.

Unter Harms Führung nahm kurz vor der bits-Tagung eine "Task Force" Unternehmenssoftware ihre Arbeit auf, die sich eine bessere Zusammenarbeit zwischen klassischem Mittelstand und den Firmen der Branche zum Ziel gesetzt hat. Laut dem Gutachten von Roland Berger ist der Südwesten in diesem Segment nach dem Silicon Valley in Kalifornien der wichtigste Standort weltweit. Inzwischen haben die Software-Unternehmen, darunter auch der Branchenriese SAP, allerdings mit gebremstem Wachstumsaussichten zu kämpfen. Der einstige Börsenstar Brokat konnte seinen aggressiven Expansionskurs nicht halten und musste Ende November Insolvenz anmelden. (dpa) / (ad)