HP mag Linux auf Server und Desktop-PC

HP-Chefin Carly Fiorina hat auf der LinuxWorld in New York die Bedeutung des freien Betriebssystems fĂĽr ihr Unternehmen unterstrichen.

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Von
  • Oliver Diedrich

HP-Chefin Carly Fiorina hat auf der LinuxWorld in New York die Bedeutung des freien Betriebssystems für ihr Unternehmen unterstrichen. In ihrer Keynote prophezeite sie, dass Linux in diesem Jahr den Durchbruch schaffen werde. Schon jetzt würden Linux-Lösungen in einer Vielzahl von Branchen wie Unterhaltungsindustrie oder Bankengewerbe eingesetzt. Damit verlasse Linux den klassischen Bereich der Internet-Server.

Gleichzeitig lobte Fiorina die Linux-Community, die ihren "revolutionären Wurzeln" treu geblieben sei. Sie sehe eine "unaufhaltsame Bewegung in Richtung Open Source und offene Standards", die letztlich zu mehr Wettbewerb auf dem Markt führen werde. Dabei warnte sie die Linux-Fans davor, sich in den Streit Microsoft versus Linux hineinziehen zu lassen: "Die Frage ist nicht, ob Linux die Welt beherrschen wird, sondern welchen Teil der Welt es dominieren wird." HP setze weiterhin auf heterogene Lösungen mit Windows, Linux und dem eigenen HP-UX. Gleichzeitig versuchte Fiorina die Zuhörerschaft als Unterstützer für die umstrittene Fusion von HP mit Compaq zu gewinnen: "Das ist eine Kombination, die gut ist für Linux." Zusammen seien die beiden Firmen besser als einzeln gerüstet, die Bewegung hin zu offenen Standards und Linux anzuführen.

Konkret kündigte HP neue Server, Software und Services sowie eine Desktop-Offensive für Linux an. Ein "Pay Per Use"-Programm, wie es bereits für Windows und HP-UX im Angebot ist, ermöglicht es, HP-Linux-Server "auf Vorrat" zu dimensionieren und nur so viel Kapazität zu nutzen und zu bezahlen, wie tatsächlich gebraucht wird. Hilfestellungen bei der Migration, im Sicherheitsbereich sowie bei Portierungen sollen Linux für Business-Kunden attraktiver machen. Mit zwei speziell auf die TK-Branche ausgelegten Servern und einer Entwicklungsumgebung für das TK-Umfeld will sich HP als Linux-Anbieter in diesem Bereich etablieren.

Zudem hat HP eine Vereinbarung mit MandrakeSoft getroffen, nach der HP zukĂĽnftig alle Business-PCs der Essential- und Professional-Serie mit Mandrake Linux anbieten wird. HP will fĂĽr Linux denselben Support wie fĂĽr Windows leisten. MandrakeSoft wird dabei fĂĽr das notwendige technische Know-how sorgen. (odi)