ATI kündigt neuen Grafikchip für Notebooks an
Mit dem "Mobility Radeon 7500" für Notebooks will ATI Nvidias "GeForce2 Go" den Rang ablaufen.
Während der Vorgänger "Mobility Radeon" noch keine integrierte T&L-Einheit für die Geometriebeschleunigung aufwies, holt ATI dies jetzt beim "Mobility Radeon 7500" nach. Insbesondere bei 3D-Spielen wird die CPU dadurch von aufwendigen Berechnungen entlastet, was zu einer längeren Laufzeit im Batteriebetrieb führen kann. Konkurrent Nvidia hat mit dem "GeForce2 Go" bereits einen entsprechenden Grafikchip im Markt. Dieser läuft aber lediglich mit einem Arbeitstakt von rund 143 MHz, ATI erreicht dagegen maximal 270 MHz, was wiederum der Grafikleistung bei 3D-Spielen zugute kommt. Noch entscheidender für die Spieleleistung ist aber die Fähigkeit, den Bildspeicher über einen 128-Bit-Bus ansprechen zu können; der Nvidia-Chip ist auf einen 64-Bit-Bus beschränkt.
Ein anderer Vorteil der ATI-Grafikchips ist die weitergehende Unterstützung beim Decodieren von DVD-Filmen. Nvidia führt lediglich die Bewegungskompensation aus. Bei ATI kommt noch die iDCT (inverse diskrete Kosinus Transformation) hinzu, die der CPU weitere Arbeit abnimmt und dadurch deren Leistungsaufnahme reduziert. Bei normalen Anforderungen und statischer Anzeige senkt ATIs Powerplay-Technik den Chiptakt auf 66 MHz und drückt die Leistungsaufnahme des Chips auf rund 0,5 Watt. Bei Notebooks mit geringeren Anforderungen an die 3D-Leistung sind auch Konfigurationen mit 64 Bit breitem DDR-Speicher möglich. Besonders für Sub-Notebooks eignet sich die Ausführung als Multi-Chip-Modul, bei dem Grafikchip und 16 oder 32 MByte 64-Bit-DDR-DRAM auf einer kleinen Platine zusammengefasst sind. Über einen zweiten 64-Bit-Kanal lässt sich auch diese Konfiguration auf maximal 64 MByte DDR-DRAM mit 128-Bit-Datenbus erweitern. Erste Notebooks mit dem Mobility Radeon 7500 sollen im vierten Quartal auf den Markt kommen. (Manfred Bertuch) / (jk)