Deutsche wissen, was sie (kaufen) wollen
Die Franzosen tun es am liebsten nachts, die Iren bevorzugen ihren Arbeitsplatz dafür und die Deutschen wissen genau, was sie wollen: Amazon studiert das Einkaufsverhalten im Netz.
Die Franzosen tun es am liebsten nachts und beim Frühstück, die Iren und Engländer bevorzugen ihren Arbeitsplatz dafür und die Deutschen wissen genau, was sie wollen: Das Internet-Kaufhaus Amazon hat eine Studie veröffentlicht, die interessante Einblicke in die europäischen Einkaufsinteressen im Netz liefert.
Die aufschlussreiche Studie wurde per E-Mail unter 2.072 Kunden aus Europa durchgeführt und soll laut Amazon primär dazu dienen, den Kundenservice zu verbessern. Diese Weihnachten will man nämlich ganz besonders auf die unterschiedlichen Vorlieben der Länder achten, um dadurch vielleicht mehr zu verkaufen.
Früher versuchten sich Netzhändler durch im Vergleich zum normalen Einzelhandel günstige Preise abzusetzen, doch Amazons Untersuchungen zeigen, dass der Hauptgrund für den Kauf per Klick die Immer-und-von-zu-Hause-Bequemlichkeit der Angebote ist. Dementsprechend werden auch die meisten Einkäufe vom heimischen PC-Sofa getätigt. Europas Inselbewohner tanzen jedoch deutlich aus der Reihe: In Irland kaufen 46 Prozent der Befragten auf der Arbeit ein, dicht gefolgt von den Briten mit 40 Prozent.
Deutsche Online-Käufer sind zusammen mit ihren österreichischen Kollegen die konsumwilligsten Kunden der Einkaufsschicht gleich nach der Arbeit. Unsereins dehnt den Einkauf nach dieser Studie jedoch ungern bis nach 22 Uhr aus. Zudem hat sich gezeigt, dass die Deutschen unter den Europäern am zielstrebigsten sind: Etwa die Hälfte weiß genau, was sie kaufen will und beschränkt sich auch genau darauf. Die Franzosen sind am liebsten nachts unterwegs, haben aber auch die meisten Früheinkäufer zu bieten. Überraschend die Ergebnisse der Altersbefragung: Es gibt mehr Netzeinkäufer mit über 50 Jahren auf dem Buckel als aus der Gruppe unter 24 Jahren. Mit zwei Dritteln sind die Männer beim Netzeinkauf immer noch wesentlich stärker vertreten als das schöne Geschlecht. (cgl)