Attentäter verpackten Computer
Zumindest zwei der Attentäter bei den Terrorangriffen in den USA haben 1997 und 1998 für eine Hamburger Computerfirma gearbeitet.
Eine weitere Spur in Deutschland führt in die Vergangenheit der Attentäter von New York und Washington und bringt sie in Zusammenhang zueinander: Laut dem Wall Street Journal haben zwischen 1997 und 1998 mindestens zwei der Täter der Terroranschläge vom 11. September, Mohammed Atta und Ramzi Binalshibh, und möglicherweise noch einige andere in der Hamburger Computerfirma Hay Computing Service GmbH gearbeitet. Dort werden sie sich allerdings kaum technisches Know-how angeeignet haben: Für einen Stundenlohn von 15 Mark haben sie angeblich vor allem Computer zum Versand in Kisten verpackt.
Der japanische Eigentümer der Firma, Tetsuo Hayashi, steht nicht unter Verdacht der Ermittlungsbehörden. In einem Interview sagte er, Atta habe sich als ein Herr el-Amir ausgegeben. An andere Namen und Gesichter könne er sich nicht erinnern. Hayashi sagte dem Wall Street Journal, er sei über die Jobvermittlung der Technischen Universität Hamburg-Harburg in Kontakt mit Atta und Binalshibh gekommen. Später habe er sich direkt an die Studenten gewandt und auch angeboten, Freunde mitzubringen.
Nach Ansicht der US-Ermittlungsbehörden stellen die Jobs in der Hamburger Computer-Firma einen weiteren Beweis für die Theorie dar, dass mehrere Attentäter 1996 nach Deutschland geschickt wurden, um sich Atta anzuschließen. Von 1997 bis Ende 1998 hätten sie dann unauffällig als Studenten gelebt und weitere Instruktionen abgewartet. (anw)