Excite@Home soll 50 Millionen zurĂĽckzahlen
Wegen angeblicher Falschdarstellung fordert eine Investorengesellschaft Excite@Home zur RĂĽckzahlung von 50 Millionen US-Dollar auf.
Wegen angeblicher Falschdarstellung fordert die New Yorker Investorengesellschaft Promethean Asset Management das Unternehmen Excite@Home zur Rückzahlung von 50 Millionen US-Dollar auf. Der US-Branchenführer beim Internet-Zugang über TV-Kabel mit mehr als 1,5 Millionen Kunden soll diese Summe bis spätestens zum kommenden Freitag aufgebracht haben.
Das vom US-Telefonkonzern AT&T kontrollierte kalifornische Unternehmen bereitet seinem Hauptanteilseigner einiges Kopfzerbrechen. Mehr als drei Milliarden US-Dollar seien bereits an Investitionen in Excite@Home geflossen. Zudem erwartet man in AT&T-Unternehmenskreisen aufgrund der sich verschlechternden Finanzsituation von Excite@Home weitere notwendige Stützungszahlungen. Ein Gerücht um einen angeblichen Antrag auf Gläubigerschutz, den CEO Patti Hart gestellt haben soll, verhärtet die Fronten zusätzlich.
Promethean Asset Management hatte Anfang Juni dieses Jahres Excite@Home 100 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt, von denen jetzt die Hälfte wegen nicht korrekter Darstellung der Unternehmenssituation zurückgezahlt werden soll. Obwohl eine Unternehmenssprecherin die Vorwürfe dementiert hatte, ließ diese Meldung den Aktienwert um 22 Prozwent sinken. Zeitgleich hatte AT&T 85 Millionen US-Dollar als finanzielle Unterstützung für Excite@Home bereitgestellt. Zusammen mit den 100 Millionen US-Dollar aus privater Investorenunterstützung hätten die Gelder über das Ende dieses Jahres hinaus für die operativen Geschäfte ausreichen sollen, verlautete noch vor kurzem aus Unternehmenskreisen. Insbesondere aber ein Einbruch im Bereich der Gestaltung von Web-Anzeigen – eines der Geschäftsfelder von Excite@Home – ließ die erwarteten Einnahmen drastisch sinken. (ecp)