Online-Versicherungsmakler droht Insolvenz
Ein vorläufiger Insolvenzverwalter soll die Censio AG vor dem endgültigen Aus retten.
Dem Internet-Versicherungsmakler Censio AG mit Sitz in Oestrich-Winkel droht die Insolvenz. Der vorläufige Insolvenzverwalter und Wiesbadener Rechtsanwalt Jürgen Blersch teilte am Donnerstag mit, es werde versucht, gescheiterte Verhandlungen mit potenziellen Investoren über eine Beteiligung an dem Unternehmen oder dessen Übernahme wieder aufzunehmen. Das Unternehmen, das nach Darstellung von Blersch rund 80 Mitarbeiter beschäftigt, hatte am Dienstag beim Amtsgericht Wiesbaden einen Insolvenzantrag gestellt. Über die Eröffnung des Verfahrens sei aber noch nicht entschieden, betonte Blersch.
Censio bietet im Internet eine Plattform für den Vergleich und die Vermittlung von Versicherungen. Das Unternehmen galt mit seinen ehrgeizigen Wachstumsplänen als Hoffnungsträger der Region. Auf bis zu 500 Mitarbeiter wolle Censio anwachsen, hatte das Unternehmen noch im vergangenen Jahr prognostiziert.
Blersch teilte mit, er habe begonnen, sich in die "komplexe wirtschaftliche und rechtliche Situation des Unternehmens einzuarbeiten". Der Geschäftsbetrieb werde vorläufig zumindest eingeschränkt aufrechterhalten. Medienberichten zufolge warten die Mitarbeiter von Censio zurzeit noch auf ihre Oktober-Gehälter. Der Vorstand des Unternehmens war heute zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. (dpa) / (ad)