US-Regulierer heben Beschränkungen für Mobilfunk auf

Die US-amerikanischen Mobilfunkanbieter dürfen nun in einem größeren Frequenzspektrum arbeiten.

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Die US-amerikanischen Mobilfunkanbieter können ihr Geschäft nun auf einer größeren Bandbreite betreiben. Laut einem Beschluss der Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) dürfen sie in Städten und Ballungszentren wie schon in ländlichen Gebieten ab sofort in einem Frequenzspektrum von 55 Megahertz funken. Bisher lag die Grenze bei 45 Megahertz. Bis spätestens zum 1. Januar 2003 soll die Grenze dann allgemein komplett entfallen.

In großen Ballungsräumen wie New York oder Chicago sind die Netze nahezu ausgelastet. Immer mehr Kunden klagen über abgebrochene Verbindungen. Durch die jetzt genehmigte Erweiterung um rund 20 Prozent haben Anbieter mehr Möglichkeiten, dort neue Dienstleistungen zu entwicken und anzubieten, neue Kunden anzuwerben sowie ihren Service zu verbessern.

Die Grenze war ursprünglich errichtet worden, um auch kleineren Anbietern im Konkurrenzgerangel Chancen zu geben. Durch die Erweiterung des Frequenzbereichs werden Firmenübernahmen erleichtert oder erst ermöglicht. Befürworter der neuen Regelung erhoffen sich ein Ende im Streit um die Lizenzen des bankrotten Anbieters NextWave. Kritiker vor allem aus der demokratischen Partei befürchten einen Trend zur Monopolbildung und daher zukünftig höhere Preise. (anw)