Virtual PC: Rückfahrkarte zu OS/2
Das kalifornische Softwarehaus Connectix will den PC-Emulator Virtual PC nach dem Macintosh auch für OS/2-Rechner portieren.
Das kalifornische Softwarehaus Connectix will den PC-Emulator Virtual PC nach dem Macintosh auch für OS/2-Rechner portieren. Wie das Unternehmen verlautbarte, arbeitet die schwäbische Systemberatung Innotek an zwei Produkten, die eine nahtlose Integration von OS/2- und Windows-Umgebungen auf PCs ermöglichen sollen.
Zum einen will die Softwareschmiede bereits auf der OS/2-Anwendermesse Warpstock Europe Anfang November den Virtual PC für OS/2 vorstellen. Er soll PCs unter diesem Betriebssystem zur Plattform für Gastbetriebssysteme wie Windows oder Linux herausputzen. Der Emulator werde nicht nur im ersten Quartal 2002 als eigenständiges Produkt in den Handel kommen, sondern dank einer Kooperation mit dem Hersteller Serenity Systems auch als serienmäßiger Bestandteil in der anstehenden Version 1.1 der OS/2-Edition eComStation auftauchen. Über die Bedeutung von Software-Emulationen für OS/2-Anwender berichtet c't in der aktuellen Ausgabe 21/2001 zusammen mit einem Testbericht zur eComStation.
Als zweiten Gesichtspunkt der Systemkopplung will Innotek den Virtual PC für Windows zum Gastgeber für OS/2-Installationen erweitern. So beabsichtigt man offenbar nicht nur die Einstiegsschwelle für private OS/2-Interessenten zu senken, sondern auch den zahlreichen OS/2-Großkunden eine Brücke in Richtung Windows zu bauen. Vorsichtigen Schätzungen zufolge läuft OS/2-Software allein in Deutschland noch auf über einer halben Million Arbeitsplätze bei Banken und Versicherungen. (hps)