Computerabsturz bringt Raumstation ins Trudeln

Der Absturz eines Computers im russischen Teil der internationalen Raumstation ISS fĂĽhrte nach Angaben der NASA zu Problemen bei der Stromversorgung.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Der Absturz eines Computers im russischen Teil der internationalen Raumstation ISS führte nach Angaben der NASA zu Problemen bei der Stromversorgung, da die Solarzellen nicht auf die Sonne ausgerichtet waren. Der Computer ist für die Steuerung der Gyroskope zuständig, die für die korrekte Ausrichtung der Station im All sorgen.

Die Besatzung -- der Russe Juri Onufrienko sowie die beiden Amerikaner Daniel Bursch und Carl Walz -- war nach Angaben der NASA nicht gefährdet. Die Computerpanne und die dadurch bedingten Stromausfälle führten lediglich dazu, dass ihre Kommunikation mit der Bodenkontrolle gestört war. Außerdem konnte die Crew ihre wissenschaftlichen Experimente wegen der Stromausfälle nicht fortführen. Laut NASA konnte das Problem von der russischen Bodenkontrolle schließlich gelöst werden. Der fehlerhafte russische Computer, der die Ausrichtung der ISS im All kontrolliert, wurde neu gestartet und arbeitete danach wieder normal. Wie es zu der Computerpanne kam, ist unklar.

Die Crew der internationalen Raumstation hat immer wieder mit mysteriösen Computer-Ausfällen zu kämpfen. Experten diskutieren diverse mögliche Ursachen für die Computerpannen, so könnten beispielsweise die Festplatten streiken, weil sie nicht für den Betrieb bei Schwerelosigkeit ausgelegt sind. Auch Vibrationen der Raumstation oder hochenergetische Strahlung könnte den Rechnern zu schaffen machen. (wst)