Neue Perspektive für bedrohtes Werk von AT&S

Für das von der Schließung bedrohte Werk des österreichischen Leiterplattenherstellers in Augsburg gibt es neue Perspektiven.

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Von
  • Jürgen Kuri

Für das von der Schließung bedrohte Werk des österreichischen Leiterplattenherstellers AT&S in Augsburg mit rund 400 Beschäftigten gibt es neue Perspektiven. Im Gespräch sei eine "Neugründung und der Neustart eines innovativen und zukunftsträchtigen Hightech-Produktes", berichtete die Bayerische Staatskanzlei am Mittwochabend nach einem Krisengespräch in München. Außerdem werde intensiv geprüft, ob AT&S einen Teil der Produktion weiterführen könne.

Vom 1. November an sollen die Beschäftigten zunächst von einer Beschäftigungsgesellschaft übernommen werden, in der sie sich weiterbilden können. Das Arbeitsamt Augsburg habe dem bereits zugestimmt. Der Aufsichtsratsvorsitzende der Firma AT&S, Hannes Androsch, habe zudem dafür eine Anschubfinanzierung zugesagt, hieß es aus der Staatskanzlei. Gleichzeitig werde mit der Firma und dem Betriebsrat über einen Sozialplan verhandelt. Bei AT&S in Augsburg ruht wegen der schlechten Auftragslage die Produktion seit rund vier Monaten. Die Beschäftigten erhalten Kurzarbeitergeld.

Nach Auskunft der Gewerkschaft IG-Metall in Augsburg steckt hinter der angedachten Neugründung ein Investor, der ein elektronisches Produkt für die Automobilindustrie entwickelt hat. Er suche nun eine Belegschaft und eine Fertigungsstätte. "Wir hoffen, dass wir diesen Investor nun nach Augsburg bekommen", sagte ein IG-Metallsprecher gegenüber dpa. "Für den Großteil der Beschäftigten wäre es eine große Chance." (jk)