Telecom-Konzern Sprint macht Minus

Die US-Telecom-Firma Sprint machte im vierten Quartal 2001 mehr Umsatz, aber auch einen höheren Verlust.

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Die US-Telecom-Firma Sprint, einst Partner der Deutschen Telekom bei deren ersten Globalisierungsversuchen und früher einmal Wunschkandidat von WorldCom für eine Fusion, machte im vierten Quartal 2001 mehr Umsatz als im vergleichbaren Vorjaheszeitraum: 6,6 Milliarden US-Dollar (7,6 Milliarden Euro) gegenüber 6,2 Milliarden US-Dollar. Im gesamten Jahr betrug der Umsatz 26 Milliarden US-Dollar (30 Milliarden Euro) und lag somit um zehn Prozent höher als in den zwölf Monaten zuvor. Allerdings muss das Unternehmen durch Umstrukturierungskosten von rund 2 Milliarden US-Dollar für das vergangene Quartal einen Nettoverlust von 1,2 Milliarden US-Dollar hinnehmen und erhöhte sein Minus gegenüber dem Vorjahr um 819 Millionen US-Dollar.

Im Dezember wurde bei Sprint das Hochgeschwindigkeits-Netzwerkprojekt ION (Integrated On-Demand Network) eingestellt. Dadurch verloren 6.000 Mitarbeiter ihren Job. Außerdem wurden 1.500 freien Mitarbeitern die Stellen gestrichen. Im Festnetzgeschäft (Sprint FON) sanken die Einnahmen im vierten Quartal 2001 auf 4,01 Milliarden US-Dollar (4,64 Milliarden Euro) gegenüber 4,39 Milliarden US-Dollar im Jahr zuvor. Hier leidet das Unternehmen unter starker Konkurrenz. Der Verlust betrug 904 Millionen Dollar (1,04 Milliarden Euro) oder 1,02 Dollar je Aktie. Ein Jahr zuvor konnte Sprint in dieser Sparte noch 99 Millionen US-Dollar oder elf Cent je Aktie Gewinn einstreichen.

Der Mobilfunkbereich (Sprint PCS) verlor im vierten Quartal 322 Millionen US-Dollar (372 Millionen Euro), das sind 27 Millionen US-Dollar weniger Verlust als im Vorjahr. Der Umsatz stieg um 820 Millionen US-Dollar auf 2,76 Milliarden US-Dollar. Es habe sich aber gezeigt, dass die Mobilfunkindustrie sich langsamer als zuvor erwartet entwickelt, heißt es in dem Geschäftsbericht. Deshalb geht man bei Sprint nicht mehr von 3,6 bis 3,7 Millionen neuen Kunden im laufenden Jahr aus, sondern von drei Millionen. (anw)