US-Airlines fordern Smartcards für Ausländer
Die Air Transport Association (ATA) fordert von der US-Regierung die Einführung einer Identitätskarte mit biometrischen Erkennungsmerkmalen.
Die Air Transport Association (ATA) fordert von der US-Regierung die Einführung einer Identitätskarte mit biometrischen Erkennungsmerkmalen. Das berichtet der US-Fachdienst AviationNow. Die Smartcard soll nach den Vorstellungen der Vereinigung der US-amerikanischen Fluggesellschaften für inländische Fluggäste vorerst auf freiwilliger Basis vergeben werden. Für ausländische Passagiere hingegen soll die Karte zwingend vorgeschrieben werden. Neben der Nationalen Sicherheit geht es der ATA auch um eine schnellere Abfertigung der Passagiere.
Die Smartcard soll mit dem Informationssystem des neu errichteten Homeland Security Office verbunden werden. Diese würde die Datenerfassung mit den verschiedenen Behörden wie dem Justiz- und dem Verteidigungsministerium koordinieren. So ließen sich schon die Reservierungslisten der Fluggesellschaften überprüfen.
Kritiker bemängeln, die Biometrie sei zu wenig praxistauglich. Je mehr Stellen bei der Erfassung und dem Abgleich der biometrischen Daten beteiligt seien, umso größer werde die Gefahr des Datenmissbrauchs. Sobald ein biometrischer Datensatz in die falschen Hände gerate, sei er unbrauchbar. Dann sei nicht mehr gewährleistet, dass die Daten wirklich von der betreffenden Person stammen. Der Vorteil der Unverwechselbarkeit und Unaustauschbarkeit biometrischer Daten verkehre sich ins Gegenteil. (anw)