Netzpiraten und die "Kultur des elektronischen Verbrechens"
Heute Abend findet eine Telepolis-Veranstaltung ĂĽber die "Kultur des elektronischen Verbrechens" in Berlin statt.
Heute Abend findet in Berlin um 20 Uhr im WMF-Club (Ziegelstraße 23) die Veranstaltung "Netzpiraten? Die Kultur des elektronischen Verbrechens" statt. De:Bug, bootlap.org und Telepolis haben Autoren des gleichnamigen Telepolis-Buches, das vor kurzem im Verlag Heinz Heise erschienen ist, eingeladen. Ralf Bendrath behandelt den Infowar und die Krieger in den Datennetzen, Bernhard Günther zerlegt die Metapher der Piraten, Sebastian Lütgert demoniert die Ideologie des Copyright und Janko Röttgers widmet sich den "dunklen Seiten" des Netzes und den Crackern, Virenprogrammierern und Script-Kiddies.
Das Thema ist nicht ohne Brisanz, denn nach den Terrorattacken vom 11. 9. haben auch die bislang meist nur lästigen, oft als Dummejungen-Streiche bezeichneten Taten am Rande der Legalität oder die elektronische Kleinkriminalität eine neue Einschätzung erfahren -- und werden schnell im Zusammenhang mit dem Terrorismus genannt. Höchste Zeit, so die Veranstalter, für eine Neueinschätzung der Gefahrenlage, die von der dunklen Seite der Netzkultur ausgeht.
Im Anschluss zu dieser Veranstaltung gibt es noch "Exponence -- A Family Affair" mit den DJs Original Aki (pixelkrieg, alicedee productions cologne), Acido Doming & Doc Almost (amen imperativ oldenburg massive), Mr. Bleed (cosmic orgasm cologne).
Und wer nicht an der Veranstaltung teilnehmen kann, aber dennoch Zeit hat, kann sie auch ĂĽber einen Live-Stream im Internet ĂĽber das Klubradio verfolgen. (fr)